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Bewässerungssystem selber bauen

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Ein Bewässerungssystem im Garten ist eine feine Sache. Es versorgt die Pflanzen im Sommer zuverlässig mit Wasser, auch wenn man mal keine Zeit zum Gießen hat oder schlicht nicht zu Hause ist. Ein Bewässerungssystem selbst zu bauen, kostet zwar etwas Zeit, stellt aber auch für relativ unerfahrene Hobbygärtner kein allzu großes Problem dar. Wie es geht und worauf man unbedingt achten sollte, können Sie hier lesen.

Gießen nicht vergessen!

Das Gärtnerleben könnte so schön sein, wenn nur das dauernde Gießen nicht wäre. Bei einer größeren Gartenanlage kann das bekanntlich enorm viel Zeit in Anspruch nehmen. Ganz abgesehen davon, dass es die persönliche Freiheit enorm einschränkt. Wer schon mal in den verdienten Sommerurlaub fahren wollte und verzweifelt nach jemandem gesucht hat, der ihm den Garten gießt, weiß genau, wie frustrierend das sein kann. Mit einer automatischen Gartenbewässerung lassen sich diese Probleme lösen. Eine derartige Anlage zur Bewässerung, versorgt die Pflanzen nicht nur zuverlässig mit Wasser, sondern hilft auch dabei, Wasser zu sparen und gewährt die Freiheit, auch im Sommer nicht ständig zu Hause sein zu müssen. In Kombination mit einem Intermediate Bulk Container (IBC) lässt sich damit zudem kostbares Regenwasser nutzen. Eine Gartenbewässerung selber zu bauen stellt dabei keine große Herausforderung dar. Für die Zeit und die Mühe, die man investiert, wird man großzügig belohnt.

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Wie ein automatisches Bewässerungssystem funktioniert

Zum Konzept eines automatischen Bewässerungssystems gehört es, dass das Wasser zielgerichtet zu den Pflanzen geleitet wird – und zwar nur dann, wenn eine Flüssigkeitszufuhr auch wirklich notwendig ist. Damit das zuverlässig gelingt, sind unterirdisch im Boden verlegte und miteinander verbundene Rohre nötig, die das Wasser transportieren. Darüber hinaus sind noch ein Bewässerungscomputer, Feuchtigkeitssensoren, eventuell eine Zeitschaltuhr sowie diverse Regner vonnöten. Wer sein System mit einem integrierten IBC Container betreiben möchte benötigt außerdem eine Gartenpumpe, weil der natürliche Wasserdruck im Tank nicht ausreicht, um Regenwasser durch die Leitungen drücken zu können. Eine Pumpe mit einer Druckleistung von drei bis vier bar ist hier angemessen.

Ein typischer Viereckregnern im Einsatz
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Die einzelnen Komponenten dieses Systems zur Bewässerung sind natürlich miteinander verbunden. Die Feuchtigkeitssensoren messen beispielsweise in bestimmten Abständen die Feuchtigkeit im Boden. Wird ein bestimmter Wert unterschritten melden sie das an den Bewässerungscomputer, der so etwas wie die zentrale Steuereinheit der gesamten Gartenbewässerung ist. Der Computer wiederum löst dann die eigentliche Bewässerung aus. Alternativ kann auch eine Zeitschaltuhr verwendet werden, die zu einem vorab festgelegten Zeitpunkt mit der Wasserversorgung beginnt. Das Gießwasser wird dabei vom IBC aus über die Pumpe in die Rohre getrieben. Von dort gelangt es dann mittels der oberirdisch angebrachten Regner zu den Pflanzen – also etwa auf Beete, Anpflanzungen oder auch auf Rasenflächen. Nach einer gewissen Zeit schaltet der Computer die Bewässerung dann wieder ab.

Ein Bewässerungssystem selber bauen: Planung ist alles

Zugegeben, zunächst mag sich das alles etwas kompliziert anhören. Doch man sollte sich davon nicht abschrecken lassen. Letztlich funktioniert eine automatische Bewässerung im Garten viel einfacher, als man denkt. Möchte man die Gartenbewässerung selber bauen, kommt es vor allem auf eine gute Planung an. Am wichtigsten dabei ist, genau festlegen, wo überall oberirdische Regner benötigt werden um dann, ausgehend von diesen Standorten, den Verlauf der unterirdischen Rohrleitungen festlegen zu können. Am besten macht man das mit einer eigenhändig angefertigten Zeichnung des Gartens. Der Standort, an dem sich die Wasserquelle befindet muss dabei genauso berücksichtigt werden wie der Endpunkt des Leitungssystems, an dem sich sinnvollerweise ein Regner für die Rasenbewässerung befinden sollte. Planen Sie Ihr Bewässerungssystem, vor allem bevor Sie zur Schaufel greifen, sorgfältig.

Die Verlegung der entsprechenden Leitungen sollte gut geplant werden
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Vom Container zur Bewässerungsanlage: Rohre im Garten verlegen

Der nächste Schritt besteht dann darin, dass Rohre verlegt werden. Ideal dafür sind herkömmliche Kunststoffrohre mit einem Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern. Bevor man sie in der Erde vergräbt, sollten sie unbedingt zunächst einmal oberirdisch ausgelegt und auch zusammengesteckt werden, um genau absehen zu können, ob die Planungen auch stimmen und genügend Rohrmaterial vorhanden ist. Anschließend werden die Rohre beiseite geräumt und ein circa zehn bis 15 Zentimeter tiefes Grabensystem ausgehoben. In diese Gräben kommen die zusammengesteckten Rohre. Mit dem vorhandenen Erdreich und eventuellen Grasnaben werden die Gräben dann wieder zugeschüttet. Wichtig ist, an den festgelegten Punkten Öffnungen zu lassen, damit die Regner jeweils einen Zugang zu den Rohren haben.

Die Verlegung der entsprechenden Rohre
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Regner und die liebe Technik

Es gibt im Handel ganz unterschiedliche Arten von Regnern. Ihnen kommt naturgemäß eine ganz besondere Bedeutung zu, da durch sie das Wasser an die Pflanzen gelangt. Am einfachsten ist die Verwendung von sogenannten Versenkregnern und Viereckregnern. Versenkregner sind, wie es der Name schon sagt, versenkbar und eignen sich deshalb vor allem für Rasenflächen, da dann auch noch das mähen problemlos möglich bleibt.

Ein Versenkregner im Einsatz
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Viereckregner wiederum sind perfekt für kleinere Flächen wie etwa Beete oder spezielle Anpflanzungen. Die Installation der Regner unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. In der Regel liegt den Produkten aber eine ausführliche Gebrauchs- bzw. Installationsanleitung bei. Das gilt auch für den Bewässerungscomputer und die Feuchtigkeitssensoren. Wer lieber mit einer Zeitschaltuhr arbeiten möchte, braucht sowieso nur die Gartenpumpe mit ihr verbinden.

Das perfekte Bewässerungssystem für den eigenen Garten

Ja, wer sich ein Bewässerungssystem selber bauen möchte, braucht etwas Geduld und muss zwangsläufig auch Zeit investieren. Da es im Handel allerdings viele fertige Komponenten gibt, ist das Ganze auch keine Hexerei. Wie bereits erwähnt: Der Aufwand lohnt sich definitiv. Am wichtigsten dabei ist eine sorgfältige Planung. Dafür sollte man sich auf jeden Fall möglichst viel Zeit nehmen. Die Umsetzung selbst fällt jedenfalls umso leichter, je genauer die Planung ist. Ach ja: Der Container wird ganz einfach mit einem Schlauch, der notfalls mittels IBC-Adapter vom Auslaufhahn wegführt, mit der Pumpe verbunden. Auch das ist mit dem richtigen Zubehör geradezu kinderleicht.