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Dachwasser sammeln und nutzen

Regenwasser kostenlos nutzen – klingt verlockend, oder? Tatsächlich lässt sich Niederschlag besonders einfach über Dachflächen auffangen und für Garten und Haushalt verwenden. Doch welche Speichermöglichkeiten gibt es? Worauf sollten Sie bei der Wasserqualität achten? Und was sagt eigentlich der Gesetzgeber zur Dachentwässerung? In diesem Artikel stellen wir Ihnen die effektivsten Methoden zum Sammeln von Dachwasser vor – inklusive der wichtigsten rechtlichen Grundlagen.

Das Dach als Auffangfläche nutzen

Dachwasser zu sammeln, ist die einfachste und wohl auch bekannteste Methode, um Regenwasser aufzufangen. Ob klassisches Ziegeldach oder flachgeneigtes Foliendach, ob moderne Bauweise mit Photovoltaik oder solarthermischen Aufbauten – das dort ankommende Regenwasser wird einfach in Regenrinnen geleitet und abgeführt. Als größte Einzelfläche eines jeden Gebäudes bietet das Dach das größte Potenzial, um die kostbaren Niederschläge aufzufangen. Bei einem Einfamilienhaus mit 100 Quadratmetern Dachfläche kommen bei einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von 800 Litern pro Quadratmeter immerhin rund 80.000 Liter zusammen – eine beachtliche Menge, die Sie für die Gartenbewässerung oder im Haushalt nutzen können.

Regenrinne, Nahaufnahme
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Dachentwässerung – Begriffe und Grundlagen

Wenn Regen auf Ihr Dach fällt, spricht man nicht von Dachwasser, sondern von fachsprachlich von Meteorwasser oder Niederschlagswasser. Sobald dieses Wasser über Dachflächen abfließt, wird es zum Dachwasser. Die Dachentwässerung – bestehend aus Regenrinne, Fallrohr und Grundleitung – führt dieses Wasser kontrolliert ab. Wohin es fließt, entscheiden Sie: in die öffentliche Kanalisation, einen Regenspeicher oder zur Versickerung auf Ihrem Grundstück.

Die Dachentwässerung ist dabei mehr als nur eine praktische Einrichtung – sie ist eine technische Anlage, die nach DIN-Normen geplant und ausgeführt werden muss. Für die Planung und Ausführung von Dachentwässerungssystemen gelten die hohen Sicherheitsanforderungen der Normen DIN EN 12056-3 (Entwässerung innerhalb von Gebäuden) und DIN 1986-100 (Entwässerung auf Grundstücken). Seit Juli 2001 müssen Dachentwässerungssysteme sogar mit einer hydraulischen Berechnung auf ihre ausreichende Dimensionierung untersucht werden.

Gut zu wissen: Nach DIN 1986-100 muss ein Regenentwässerungssystem mindestens das am Gebäudestandort über fünf Minuten zu erwartende Fünfjahres-Regenereignis bewältigen können. Zusammen mit dem Notentwässerungssystem muss sogar das Jahrhundert-Regenereignis abgeleitet werden können.

Was ist beim Sammeln von Dachwasser hinsichtlich der Wasserqualität zu beachten?

Bei Dachwasser handelt es sich natürlich nicht um Trinkwasser. Weil das Dach die größte einzelne Hüllfläche eines Gebäudes ist und noch dazu als einziges von Wind und Wetter beaufschlagtes Bauteil nicht senkrecht steht, lagern sich im Laufe der Zeit Staub, Schmutz und alles ab, was der Wind mit sich trägt. Niederschläge schwemmen diese anorganischen wie organischen Stoffe fort und führen sie vom Dach über die Leitungen bis in den Abwasserkanal – oder aber in Ihren Regenspeicher, wenn Sie einen solchen an Ihrem Haus installiert haben.

Gerade organisches Material spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle, da es sich im Gegensatz zu Sand und Staub nicht einfach absetzt, sondern auf Dauer in Verbindung mit Sauerstoff und Feuchtigkeit verändert. Es kann gären, schimmeln oder faulen. Deshalb ist eine Filterung des Dachwassers vor der Einleitung in den Speicher besonders wichtig.

Gut zu wissen: Bei unbeschichteten Kupfer-, Zink- oder Bleidächern mit einer Fläche über 50 Quadratmetern sehen die technischen Regelwerke (DWA-A 138) und die meisten Landesverordnungen eine Vorreinigung vor, bevor das Niederschlagswasser versickert werden darf. Der Grund: Von den Metalloberflächen können sich mit der Zeit Partikel lösen. Die genauen Anforderungen variieren je nach Bundesland – Auskunft erteilt die zuständige Untere Wasserbehörde.

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So gelangt das Regenwasser vom Dach in den Speicher

Das Auffangen von Niederschlagswasser geschieht auf den Dachflächen ganz von alleine. Flache Dächer müssen nach DIN-Norm so errichtet werden, dass das Wasser zu den jeweiligen Abläufen hin fließt. Und auch Steildächer weisen in ihren Belägen – also Ziegeln, Dachsteinen oder anderen Belagsarten – meist Kanäle oder Rinnen auf, die den Regen gezielt der Neigung folgend in die Regenrinne leiten.

Jede Regenrinne weist ein Gefälle von rund 2 Prozent in Richtung Fallleitung auf, sodass auch hier Regen ganz ohne Ihr Zutun immer seinen Weg zum Fallrohr findet. Dieses Rohr leitet das Wasser vom Dach zu den Grundleitungen ins Erdreich beziehungsweise in die Kanalisation. Dabei kommt es sozusagen automatisch auf Geländehöhe vorbei und bietet damit den perfekten Ansatzpunkt, um Regenwasser abzuzweigen und einem Speicher zuzuführen.

Regenrinne
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Der Fallrohranschluss – Schnittstelle zum Speicher

Damit das Sammeln von Dachwasser gelingt, braucht es im Fallrohr einen Anschluss, an dem Sie das Wasser entnehmen. Verschiedene Varianten erlauben eine Anpassung an den nachfolgenden Speicher. Entweder handelt es sich um eine manuelle, offene Klappe oder aber um eine geschlossene Vorrichtung wie einen Regensammler, der meist über einen Schwimmer im Tank sogar automatisch „abschalten“ und die Weiterleitung in den Abwasserkanal aktivieren kann.

Darüber hinaus ist hier der richtige Punkt, um beispielsweise über einen Hydrozyklon oder einen anderen Vor- oder Regenwasserfilter unerwünschte Fremdstoffe aus dem Wasser zu beseitigen. Diese Filter halten Laub, Moos und grobe Schmutzpartikel zurück, bevor sie in den Speicher gelangen und dort die Wasserqualität beeinträchtigen können.

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Rechtliche Grundlagen – Was Sie wissen sollten

Die Nutzung von Regenwasser ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern wird auch vom Gesetzgeber ausdrücklich gewünscht. Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) des Bundes gibt dabei den rechtlichen Rahmen vor, während die konkreten Regelungen von Bundesland zu Bundesland variieren können.

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Gemäß § 55 Absatz 2 WHG soll Niederschlagswasser ortsnah versickert, verrieselt oder direkt – oder über eine Kanalisation ohne Vermischung mit Schmutzwasser – in ein Gewässer eingeleitet werden. Damit trägt das Bundesrecht dem Grundsatz einer nachhaltigen Niederschlagswasserbewirtschaftung Rechnung: Regenwasser soll dort bewirtschaftet werden, wo es anfällt.

Für die Nutzung von Regenwasser als Betriebswasser – etwa für die Gartenbewässerung oder die Toilettenspülung – ist in der Regel keine wasserbehördliche Erlaubnis erforderlich. Anders sieht es bei der gezielten Versickerung aus.

Versickerung: Wann brauchen Sie eine Genehmigung?

Das zielgerichtete Einleiten von gesammeltem Niederschlagswasser in das Grundwasser ist grundsätzlich eine Gewässerbenutzung, die einer wasserrechtlichen Erlaubnis durch die Kreisverwaltungsbehörde bedarf. Allerdings kann Niederschlagswasser in vielen Fällen genehmigungsfrei versickert werden, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Die erlaubnisfreie Versickerung ist möglich, wenn:

  • das Niederschlagswasser flächenhaft über eine geeignete Oberbodenschicht (belebte Bodenzone) versickert wird
  • an die Versickerungsanlage höchstens 1.000 Quadratmeter befestigte Fläche angeschlossen sind
  • die Versickerung außerhalb von Wasser- und Heilquellenschutzgebieten erfolgt
  • das Wasser nicht nachteilig verändert oder mit Schadstoffen vermischt ist
  • ein Mindestabstand von 1,0 Metern zum höchsten Grundwasserspiegel eingehalten wird

Unterirdische Versickerungsanlagen wie Rigolen, Sickerrohre oder Sickerschächte sind nur zulässig, wenn eine flächenhafte Versickerung nicht möglich ist und eine entsprechende Vorreinigung erfolgt.

Regen fällt in eine Pfütze
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Landesrechtliche Umsetzung

Seit der Novelle des Wasserhaushaltsgesetzes im Jahr 2010 gilt die Pflicht zur ortsnahen Niederschlagswasserbeseitigung bei Neubauten bundesweit. Einige Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen hatten entsprechende Regelungen bereits früher eingeführt – hier gilt die Pflicht seit dem 1. Januar 1996. Die Landeswassergesetze konkretisieren, unter welchen Voraussetzungen eine Versickerung genehmigungsfrei erfolgen kann. Zudem können Gemeinden durch Satzung festlegen, in welcher Weise das Niederschlagswasser zu beseitigen ist.

Wichtig zu wissen: Die konkreten Anforderungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Informieren Sie sich möglichst frühzeitig bei Ihrer zuständigen Unteren Wasserbehörde über die geltenden Regelungen in Ihrer Region.

Niederschlagswassergebühr – So sparen Sie bares Geld

Ein wichtiger finanzieller Aspekt beim Thema Dachwasser ist die sogenannte Niederschlagswassergebühr. Diese Gebühr ist Teil der gesplitteten Abwassergebühr und wird für die Entsorgung von Regenwasser erhoben, das über bebaute oder versiegelte Flächen in die Kanalisation gelangt.

Die Niederschlagswassergebühr berechnet sich über die Größe der befestigten und wasserundurchlässigen Fläche eines Grundstücks – dazu zählen Dachflächen, Terrassen, gepflasterte Wege, Stellplätze und Garagenzufahrten. Je nach Kommune liegt die Gebühr zwischen 0,50 und 1,90 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus kommen so zwischen 150 und 300 Euro jährlich zusammen.

Ein Fallrohr nach einem starken Regen, das Dachwasser läuft in Strömen
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So können Sie die Gebühren reduzieren

Wer dafür sorgt, dass das Regenwasser nicht in der Kanalisation landet, kann diese Kosten deutlich senken oder sogar ganz einsparen. Die Versickerung von Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück führt in vielen Kommunen zur Befreiung von der Niederschlagswassergebühr. Auch Gründächer und qualifizierte Regenwassernutzungsanlagen können sich gebührenmindernd auswirken – Gründächer beispielsweise um bis zu 50 Prozent, Versickerungsanlagen um bis zu 70 Prozent.

Gut zu wissen: Eine einfache Regentonne reicht für eine Gebührenreduzierung in der Regel nicht aus. Nach einem Beschluss des OVG NRW spricht man erst dann von einer qualifizierten Regenwassernutzungsanlage, wenn diese ein Fassungsvolumen von mindestens 30 Litern je angeschlossenem Quadratmeter aufweist und ein Mindestfassungsvolumen von 4 Kubikmetern erreicht. Ein IBC-Container mit 1.000 Litern erfüllt diese Anforderung bei einer angeschlossenen Fläche von rund 33 Quadratmetern.

Regenwasser sammeln von der Dachfläche – diese Speichervarianten sind ideal geeignet

Dachwasser lässt sich sowohl oberirdisch als auch unterirdisch sammeln. Verschaffen Sie sich im Folgenden ein Bild über die verschiedenen gängigen Möglichkeiten der Speicherung:

Die Regentonne – einfach und günstig, aber begrenzt

Einer der Klassiker der Regenspeicher ist die Regentonne. Meist direkt an der Fallleitung platziert, wird sie üblicherweise über eine offene Klappe gefüllt. Der Nachteil dabei: Die Klappe muss von Hand geöffnet und geschlossen werden. Außerdem lässt sich im begrenzten Volumen von typischerweise 200 bis 500 Litern nur eine geringe Menge an Dachwasser bevorraten. Hinzu kommt, dass ein Regenfass als offener Speicher eine beliebte Brutstätte von Stechmücken und anderen Insekten ist. Für eine Reduzierung der Niederschlagswassergebühr reicht eine einfache Regentonne meist nicht aus.

Regenwasser strömt in Regentonne
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Oberirdisch aufgestellte Speicher – IBC-Container und Co.

Besser für die oberirdisch angelegte Speicherung sind deshalb großvolumige Gebinde wie etwa ein Intermediate Bulk Container (IBC). Bereits in der Standardgröße können Sie 1.000 Liter sammeln und Ihren Garten damit über einige trockene Tage hinweg versorgen. Diese technischen Gebinde verfügen außerdem über die Möglichkeit, ein geschlossenes und automatisch agierendes System aufzubauen. Das steigert nicht nur den Komfort, sondern führt gleichzeitig zu einer hohen Effizienz und Leistungsfähigkeit.

Durch die Verbindung mehrerer IBC-Container lässt sich das Speichervolumen beliebig erweitern. Mit entsprechenden Tankverbindern können Sie zwei oder mehr Container zu einem System zusammenschließen und so 2.000, 3.000 oder mehr Liter bevorraten. Damit erfüllen Sie auch die Anforderungen an eine qualifizierte Regenwassernutzungsanlage für größere Dachflächen.

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Erdtanks – unterirdisch Dachwasser sammeln

Die Alternative sind unterirdisch eingebaute Speicher. Man spricht von einer Zisterne oder auch einem Regenwassertank zum Erdeinbau. Hier sammeln Sie durch die keine Grundfläche verbrauchende Platzierung nahezu beliebige Mengen an Wasser und haben die Chance, große nutzbare Reserven zu bilden. Die ROTH Flachspeicher Twinbloc beispielsweise sind in Größen von 1.500 bis 10.000 Litern erhältlich und können bei Bedarf sogar miteinander gekoppelt werden.

Allerdings ist die Befüllung hier nur noch technisch und automatisiert möglich. Der Aufwand für den Einbau ist im Vergleich zum frei aufgestellten Tank ungleich größer – dafür bleibt der Garten optisch unbeeinträchtigt und das Wasser wird kühl und dunkel gelagert, was die Algenbildung verhindert.

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Oberflächenentwässerung auf dem eigenen Grundstück

Nicht immer ist die Speicherung von Regenwasser die beste oder einzige Lösung. In manchen Fällen bietet sich die Versickerung auf dem eigenen Grundstück an – sei es als Ergänzung zur Speicherung oder als eigenständige Maßnahme zur Reduzierung der Niederschlagswassergebühr.

Voraussetzungen für die Versickerung

Ob eine Versickerung auf Ihrem Grundstück möglich ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Der Unterboden muss versickerungsfähig sein – lehmige und tonige Böden eignen sich wegen ihrer geringen Durchlässigkeit nicht. Von der Versickerungsanlage bis zum höchsten Grundwasserspiegel ist ein Mindestabstand von ein bis zwei Metern einzuhalten. Zudem müssen Abstände zu Gebäuden und Grundstücksgrenzen beachtet werden, um Schäden durch Staunässe zu vermeiden.

Versickerungsarten im Überblick

Die einfachste und kostengünstigste Methode ist die Muldenversickerung. Eine Mulde ist eine flache Vertiefung in einer Rasen- oder Pflanzfläche, in die das Regenwasser oberflächlich eingeleitet wird. Sie kann nach wie vor als Gartenfläche oder Spielwiese genutzt werden und bietet durch die biologische Aktivität in der obersten Bodenzone eine natürliche Reinigung des Wassers.

Bei beengten Platzverhältnissen kommen unterirdische Anlagen wie Rigolen oder Sickerschächte zum Einsatz. Eine Rigole ist ein mit Kies oder speziellen Versickerungsblöcken gefüllter Graben, der das Wasser zwischenspeichert und langsam an den Boden abgibt. Sickerschächte leiten das Wasser über gelochte Betonringe in den umliegenden Boden.

Gut zu wissen: Die technischen Anforderungen an Versickerungsanlagen sind im Arbeitsblatt DWA-A 138-1 „Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser“ der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) geregelt. Es enthält umfassende Hinweise zu Planung, Bau und Betrieb.

Dachwasser nutzen – Möglichkeiten im Überblick

Wenn Sie Dachwasser speichern, geht es dabei ja nicht nur um die Vorhaltung, sondern in erster Linie um die Nutzung dieser Ressource. Gleich mehrere Möglichkeiten bieten sich, die allesamt Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen schonen:

Die Gartenbewässerung – der Klassiker

Die hauptsächliche Nutzung für Dachwasser ist zweifelsfrei die Versorgung von Garten, Vorgarten sowie Terrassen- und Balkonpflanzen. Denn Tag für Tag herrscht hier ein Bedarf an genau der Wasserqualität vor, die Sie im Falle von Regen auf dem Dach sammeln. Gleichzeitig fällt bei dieser Nutzungsart der geringste Aufwand für die Verteilung vom Speicher über Leitungen und Entnahmestellen bis hin zu den Pflanzen selbst an. Als Gießwasser ist Regenwasser aufgrund seines geringen Kalkgehalts sogar besser geeignet als Leitungswasser – besonders kalkempfindliche Pflanzen wie Rhododendren oder Hortensien danken es Ihnen.

Das Hauswasserwerk – Wasser vom Dach im Haushalt verwenden

Technisch aufwändiger, in Summe aber noch effektiver, ist die Nutzung des Wassers nicht nur im Garten, sondern darüber hinaus auch im Haushalt. Wenn Sie Dachwasser sammeln und über ein Hauswasserwerk im Gebäude nutzbar machen, lässt sich beispielsweise die Waschmaschine oder auch die Toilettenspülung für noch mehr Einsparpotenzial beim Leitungswasser damit versorgen. Beachten Sie dabei, dass die Leitungen für Regenwasser strikt vom Trinkwassernetz getrennt sein müssen und die Nutzung dem Gesundheitsamt gemeldet werden sollte.

Frau bewässert Garten
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Dachwasser sammeln – nachhaltig und wirtschaftlich zugleich

Wenn Sie Dachwasser sammeln, erschließen Sie sich ein enormes Einsparpotenzial beim teuren Leitungswasser. Nicht nur unterschiedliche Nutzungsarten, sondern vor allem verschiedene Speichermöglichkeiten sorgen dafür, dass die Regenwassernutzung in jedem Haushalt möglich ist. Ob Erdspeicher oder frei aufgestelltes Gebinde, Klein- oder Großformat – ganz nach Bedarf und Möglichkeiten vor Ort entsteht genau das Speichersystem, das Sie brauchen.

Mit der richtigen Anlage senken Sie nicht nur Ihren Wasserverbrauch, sondern auch Ihre Abwassergebühren. Gleichzeitig leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz und zur Grundwasserneubildung. Und wer die rechtlichen Rahmenbedingungen kennt, kann von Anfang an die Weichen richtig stellen – sei es für eine erlaubnisfreie Versickerung oder eine qualifizierte Regenwassernutzungsanlage, die zur Gebührenbefreiung berechtigt. Der Einstieg in die Regenwassernutzung ist einfacher, als es auf den ersten Blick scheint. Wer sich die Zeit nimmt, das für sein Grundstück passende System zu planen und umzusetzen, wird langfristig mit niedrigeren Kosten, unabhängiger Wasserversorgung und einem guten Gewissen belohnt.