Startseite | IBC in Unternehmen | Doppelwandige Tanks
© Catrin Haze / Fotolia.com

Doppelwandige Tanks

«Passende Lösung für hohe Sicherheitsanforderungen»

Bei der Einlagerung von Treibstoffen, Säuren oder Laugen sollte Sicherheit das oberste Gebot sein. Das betrifft nicht nur den Umgang mit diesen Flüssigkeiten, sondern auch die Tanks, in denen sie gelagert werden. Ein doppelwandiger Kunststofftank ist dabei die derzeit sicherlich beste Lösung. Wie ein derartiger Tank aufgebaut ist, wie er funktioniert und wo er überall eingesetzt werden kann, können Sie hier erfahren.

Doppelt hält bekanntlich besser – das gilt auch für Tanks

Allerdings ist damit nicht gemeint, dass zwei davon grundsätzlich besser sind als nur einer. Es geht vielmehr um die Wand bzw. die Wände, mit denen so ein Behältnis ausgestattet ist. Ein sogenannter doppelwandiger Tank hat zwei Wände, die hintereinander liegen. Es liegt auf der Hand, dass diese spezielle Konstruktion die Dichtheit und damit auch die Sicherheit enorm erhöhen. Nicht umsonst spricht man in diesem Zusammenhang von einem Sicherheitstank. Er kommt als Heizöltank ebenso zum Einsatz wie als Industrietank oder als Industrieverpackung für den Transport gefährlicher Güter. Meist werden die Tankbehälter aus einem sehr robusten, widerstandsfähigen Kunststoff gefertigt. Der alleine stellt schon eine große Sicherheitsmaßnahme dar. Diese wird durch die zweite Wand dann noch einmal verstärkt. Ob doppelwandig auch doppelte Sicherheit bedeutet, lässt sich nicht so genau sagen. Auf jeden Fall aber liegt ein deutlich höherer Sicherheitsstandard vor. Grund genug also, sich etwas näher mit diesem außerordentlich raffinierten Kunststofftank zu beschäftigen.

Lagertank für AdBlue® (Bandagen) mit Einlaufstutzen Lagertank (Bandagen) mit Einlauf/Auslaufstutzen & Domöffnung

Was genau ist eigentlich ein doppelwandiger Tank?

Der Name deutet es ja bereits an: Es handelt sich dabei um ein Behältnis mit zwei Wänden – nämlich einer äußeren Wand und einer inneren. Zwischen den beiden Wänden befindet sich ein kleiner Hohlraum, der häufig mit Vlies gefüllt ist. Je nach Art der Konstruktion sorgen Einzüge, die zwischen den Wänden eingearbeitet werden, für die statische Stabilität des inneren Behälters. Geht es um ihn könnte man auch von einem Behälter im Behälter sprechen. Folglich hat er auch ein etwas kleineres Fassungsvermögen als der äußere. Derartige Tankbehälter werden heute in der Regel aus Kunststoffen gefertigt. Natürlich wäre es auch möglich, doppelwandige Blechbehälter herzustellen. Zum Teil geschieht das auch noch. Jedoch ist die Fertigung aus Kunststoffen wesentlich einfacher und kostengünstiger. Außerdem weist der Behälter dann ein geringeres Gewicht auf, was wiederum den Transport erleichtert. Schlussendlich besteht bei einem Kunststofftank auch nicht die Gefahr, dass er korrodiert.

Sicherheitstank (Doppelwandig) mit EinlaufstutzenKunststoffe gibt es bekanntlich viele. Der Kunststoff, der beim Tankbau am häufigsten zum Einsatz kommt, ist Polyethylen (PE). Das hängt mit seinen ganz speziellen Eigenschaften zusammen. PE lässt sich nämlich nicht nur sehr leicht in nahezu jede gewünschte Form bringen, sondern es weist auch eine enorme Stabilität und Dichte auf. Letzteres lässt sich sogar noch steigern durch die Verwendung von High Density Polyethylen (HDPE), weshalb dieser heute beim Tankbau bereits häufig zum Standard geworden ist.

HDPE widersteht den meisten Säuren und Laugen, ist relativ hitzebeständig und extrem robust. Lediglich die dauerhafte Einwirkung von UV-Strahlen kann dazu führen, dass das Material porös wird. Da Tankbehälter aber meist in Kellern und Lagerhallen zu finden sind, kann diese Gefahr praktisch vernachlässigt werden.

Das gilt im Übrigen auch für den Transport, der in der Regel ja mit einem geschlossenen Lkw stattfindet. Kurzum: Geht es um einen Sicherheitstank, dann ist allgemein ein doppelwandiger Kunststofftank gemeint.

Wie funktioniert so ein doppelwandiger Tank?

Ein Tank soll für gewöhnlich Flüssigkeiten sicher verwahren. Dabei kommt es entscheidend darauf an, dass sein Inhalt nicht nach draußen gelangen kann. Er muss also dicht sein. In der Regel sind diese Behältnisse auch so konstruiert, dass die Dichtigkeit gewährleistet ist. Problematisch wird es nur, wenn es zu Beschädigungen kommt. Meist handelt es sich dabei um Perforierungen. Schon ein kleiner Riss in der Tankhülle kann katastrophale Folgen haben – erst recht, wenn es sich beim Tankinhalt um gefährliche Güter wie Säuren, Laugen oder Kraftstoffe handelt, die dann austreten können. Ist dieser Behälter ein doppelwandiger Tank, hält sich das Problem jedoch in Grenzen. Es existiert ja noch eine zweite, innere Wand, in der sich die Flüssigkeit befindet. Natürlich kann zumindest theoretisch auch diese beschädigt bzw. perforiert werden. Das kommt allerdings nur relativ selten vor. Der Grund dafür ist einfach: Normalerweise wird niemand so ein Tankbehältnis mutwillig beschädigen. Meist handelt es sich um Verletzungen der Außenhaut, die aus Versehen geschehen und hinter denen kein allzu großer Kraftaufwand steckt – etwa der zufällige Kontakt mit einem Schraubenzieher oder ein Rempler mit der Gabel eines Gabelstaplers. In den allermeisten Fällen bleibt die Innenwand dabei jedenfalls unbeschädigt. Sie wirkt wie eine zweite, zusätzliche Mauer und sorgt so im Fall der Fälle für ein hohes Maß an Sicherheit. Übrigens muss ein Tankbehälter, dessen äußere Hülle beschädigt wurde, unbedingt ausgetauscht werden. Die Gefahr besteht schließlich, dass es an derselben Stelle erneut zu einem Zwischenfall kommt.

Ein großer Tank auf einer Baustelle
© oka / Fotolia.com

Wo kommt ein doppelwandiger Kunststofftank zum Einsatz?

Ein doppelwandiger Tank, der aus Kunststoff gefertigt wurde, wird immer dann verwendet, wenn die Sicherheitsanforderungen besonders hoch sind. Bei einem Wassertank etwa ist eine zweite Wand nicht notwendig. Sollte nach einer Beschädigung Wasser austreten, ist das zwar ärgerlich, der Schaden hält sich jedoch in engen Grenzen. Ganz anders sieht das hingegen bei Ölen, Kraftstoffen, Säuren, Laugen oder auch Lacken aus, um hier nur ein paar Beispiele zu nennen. Diese Stoffe können beträchtliche Schäden anrichten. Nicht zuletzt besteht auch die Gefahr, dass sie sich entzünden. Immer dann, wenn derartige Stoffe gelagert oder transportiert werden müssen, ist ein derartiger Sicherheitstank das Behältnis der Wahl. Sie kommen deshalb sehr häufig in der chemischen Industrie zum Einsatz. Aber auch andere Unternehmen, die potenziell gefährliche Stoffe verarbeiten, greifen auf einen doppelwandig aufgebauten Industrietank zurück. Im privaten Bereich findet man diese Behälter häufig im Zusammenhang mit einer ölbetriebenen Zentralheizung. Ein doppelwandiger Behälter kann hier sogar Pflicht sein. Entweder wird er als Solotank verwendet oder es handelt sich um Tankbatterien, die aus mehreren miteinander verbundenen Einheiten bestehen.

Doppelwandige Tanks für den Transport von Gefahrgut
© Björn Wylezich / Fotolia.com

Die rundum perfekte Lösung für hohe Sicherheitsanforderungen

Wie gesagt: Doppelt hält besser. Die zweite, innere Wand bei Sicherheitstanks ist allerdings nicht das einzige Feature mit dem diese besonderen Behältnisse punkten. So können sie meist auch nur von oben befüllt werden. Auch die Entnahme von Flüssigkeiten erfolgt meist über die Oberseite. Dazu sind sehr häufig gleich mehrere Einfüll- bzw. Entnahmestutzen vorhanden. Über diese Stutzen und ihre Verschlüsse lassen sich Kunststofftanks übrigens auch sehr leicht belüften. Gerade bei der Lagerung von Kraftstoffen spielt das eine Rolle, da sich sonst unter Umständen zu viel Druck im Inneren des Tanks ansammelt – und der kann selbst beim härtesten Kunststoff früher oder später zu Materialverformungen führen. Kurzum: Egal, ob als Industrieverpackung, Industrietank oder auch als Öltank – ein doppelwandiger Kunststofftank ist stets die Lösung, wenn hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt werden müssen. Sicherheit geht immer vor, schließlich will niemand, dass Menschen, Tiere oder die Umwelt zu Schaden kommen.