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Was sagt die FDA-Zulassung für Lebensmittel aus?

Wer Nahrungsmittel technisch oder handwerklich produziert, umschlägt oder auch nur in Gebinden vom Kanister bis zum Großtankwagen transportiert, muss eine Vielzahl an Vorschriften und gesetzlichen Regelungen in Kauf nehmen. Neben zahllosen anderen hört man dabei immer wieder von der FDA-Zulassung für Lebensmittel. Beschäftigt man sich etwas näher mit den Hintergründen, stellt sich zunächst die Frage, warum sie für uns in Deutschland überhaupt von Relevanz sein sollte. Ein zweiter Blick auf die Details klärt dann schnell die Hintergründe und Zusammenhänge.

Was ist die FDA?

Die FDA-Zulassung für Lebensmittel geht zurück auf die „Food and Drug Administration“. Dabei handelt es sich um eine wohlgemerkt US-amerikanische Behörde, der unter anderem die Marktüberwachung von Lebensmitteln, Medikamenten und Medizinprodukten untersteht. Vergleichbar ist die Behörde damit in etwa mit einer Kombination aus der deutschen Lebensmittelüberwachung, sowie Teilen der Gewerbeaufsichts- und Gesundheitsämter.

Nahrungsmittelkontrolleure
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Es wurde in den Vereinigten Staaten ein zusammenhängender Verwaltungsapparat geschaffen, der alle Belange rund um die Arbeit an und mit Lebensmitteln aus einer Hand betreut und beaufsichtigt. Kompetenz- und Zuständigkeitsschnittstellen mitsamt ihren möglichen Grauzonen und Übergangsproblemen werden so gezielt vermieden. Die Folge ist eine sehr engmaschige und lückenlose Überwachung aller Themen rund um Lebensmittelhygiene und -sicherheit.

Was hat es mit der FDA Zulassung auf sich?

Die FDA entscheidet in ihrem Zuständigkeitsbereich darüber, welche Werkzeuge, Gerätschaften, Produkte oder auch insgesamt Materialien beim Umgang mit Lebensmitteln eingesetzt werden dürfen. So sollen schädliche Beeinträchtigungen der Nahrung, beispielsweise durch die Ausdünstungen von Weichmachern aus einem Kunststoffkanister oder durch Abplatzungen anderer poröser Materialien in die Nahrungsmittel hinein, vermieden werden. Das Ziel ist die Reinhaltung der Produkte und die Vermeidung von gegenseitigen Kontaminierungen. Dabei kann es um Krankheitserreger, um Schimmel- und Fäulnisbakterien oder aber auch um Allergene verschiedener Natur gehen.

FDA Zulassungsstempel
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Nicht zuletzt soll aber auch schlicht eine Übertragung unterschiedlicher Stoffe unter den Lebensmitteln, sowie von den Gerätschaften auf die Produkte unterbunden werden. Um all das zu gewährleisten, müssen eingesetzte Werkstoffe und Erzeugnisse den Vorgaben der Food und Drug Administration entsprechen. Diese Vorgaben können sich einerseits auf die verwendbaren Materialien an sich, also auf Kunststoffmischungen, Metalllegierungen etc. beziehen.

Andererseits können davon aber auch Konstruktionsmerkmale, wie Dichtsysteme von Tank- und Leitungsanlagen und ähnliche Aspekte berührt sein.

Geprüft werden dabei nicht einzelne, individuelle Produkte. Stattdessen werden zugelassene Materialien, Typologien und Konstruktionen ausgewiesen. Entsprechen individuelle Gerätschaften dann diesen Zulassungen, dürfen Sie in Verbindung mit Lebensmitteln eingesetzt werden.

Warum ist die FDA-Zulassung für Lebensmittel in Deutschland so wichtig?

Nun stellt sich berechtigterweise die Frage, was die Zulassung einer amerikanischen Behörde mit unseren Lebensmitteln in Deutschland zu tun hat. Diese Frage lässt sich kurz und knapp folgendermaßen beantworten: Für in Deutschland erzeugte, verarbeitete und auch verkaufte Lebensmittel hat die amerikanische Zulassung keinerlei Verbindlichkeit.

Flugzeug wird beladen
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Anders sieht es dagegen aus, wenn Produkte aus der Exportnation Deutschland ins Ausland, genauer gesagt in die Vereinigten Staaten importiert werden sollen. Wie die meisten anderen Staaten auch, regulieren die USA über ihre eigene Behörde den Zulauf importierter Güter. Für eine gleichbleibende Qualität der Produkte, müssen Lebensmittelerzeugnisse daher dieselben Anforderungen erfüllen, wie sie auch für im Inland produzierte Erzeugnisse gelten. So darf beispielsweise ein Lebensmittelerzeugnis in Deutschland nur in Gebinden aus durch die Food and Drug Administration zugelassenem Kunststoff transportiert werden, um später in den USA überhaupt noch verkauft und verzehrt werden zu dürfen.

Welche Bereiche sind von der FDA-Zulassung für Lebensmittel betroffen?

Einer FDA-Zulassung bedarf letztlich alles, was mit einem Nahrungsmittelerzeugnis direkt in Verbindung steht oder stehen kann. Betrachtet man die Produktionskette, beginnt dies zunächst einmal mit den Gerätschaften, Maschinen und Werkzeugen rund um die Produktion bzw. Verarbeitung der Rohstoffe. Als nächstes zählen alle Kanister, Behälter, Silos etc. dazu, in denen die Produkte gelagert oder aber transportiert werden.

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Auch Zubehör, das zum Befüllen und Entleeren erforderlich ist, unterliegt den Regularien. Selbst geringfügig erscheinendes Kanisterzubehör, wie die Dichtungen zwischen Behälter und Befülleinrichtung müssen die strengen Anforderungen erfüllen. Zuletzt werden weiterhin alle Verpackungen berücksichtigt, die entweder dem Zwischen- oder dem Endprodukt zum Verkauf dienen.

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Zusammengefasst wird also die gesamte Kette vom Rohprodukt, beispielsweise dem geernteten Gewächs, bis hin zum Verzehr durch den Endverbraucher, lückenlos geregelt. So soll sichergestellt werden, dass an keiner Stelle der Verarbeitungs- und Verbrauchskette ein Ansatzpunkt für schädliche Einflüsse entsteht.

IBC und Lebensmittel – eine sinnvolle und zielführende Partnerschaft

Um nun tatsächlich mit einiger Sicherheit nur Gerätschaften mit FDA-Zulassung für Lebensmittel einzusetzen, empfiehlt sich die Verwendung von standardisierten und klar auf ihre Konformität hin geprüften Produkten. Ein herausragendes Beispiel einer solchen Standardisierung sind Intermediate Bulk Container. Die IBC Behälter werden aus zugelassenen Materialien erstellt und hinsichtlich ihrer Materialzusammensetzungen, aber auch der Verarbeitung zum Endprodukt IBC Behälter, ständig überwacht und geprüft. Selbst Zubehör für den Materialumschlag in den und aus dem Behälter wird systemintern gelöst und somit innerhalb der US-amerikanischen Zulässigkeiten angeboten.

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Vorteile beim Einsatz von IBC Zubehör in der Lebensmittelverarbeitung

Offensichtlich bietet der Einsatz von IBC Zubehör und Behältern einige eklatante Vorteile im Umgang mit Lebensmitteln. Durch die FDA-Zulassung aller Systemkomponenten kann ein einfacher, komfortabler und somit auch günstiger und weniger fehleranfälliger Export von Lebensmitteln in die Vereinigten Staaten von Amerika erfolgen.

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Neben den weitgehend stabilen Vorgängen Transport, Lagerung etc. sorgt geeignetes Kanisterzubehör aus zugelassenem Kunststoff dafür, dass auch die Umschlagsvorgänge mit derselben Sicherheit von statten gehen. Da alle Prozesse und Vorgänge innerhalb des Produktsystems erfolgen, ist eine möglichst hohe Kompatibilität gewährleistet. Undichtigkeiten und andere Schwachstellen lassen sich so zu Gunsten einer möglichst hohen Produktsicherheit weitgehend vermeiden.

FDA-konform versus vielseitige Verwendbarkeit

Nun könnte man meinen, dass Kanister die Lösung für alle Fragen der Lagerung und des Transports bedeuten. Dieser Punkt muss aus Sicht der FDA klar eingeschränkt werden. In der Tat entsprechen diese Produkte der Zulassung und dürfen für Nahrungsmittel eingesetzt werden. Wurde ein Tank dagegen bereits für andere Güter eingesetzt, die nicht dem Bereich der Lebensmittel entstammen, so darf er zukünftig nicht mehr für den Umgang mit Lebensmittelerzeugnissen herangezogen werden.

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Das Gleiche gilt für das damit verwendete Zubehör. Hintergrund ist, dass selbst zugelassene Materialien durch andere Stoffe kontaminiert werden können. So kann beispielsweise ein im zulässigen Maße poröser Kunststoff minimale Mengen einer Fremdsubstanz in seinen Poren speichern und später an die nachfolgend gelagerten Produkte abgeben. Um solche Kontaminationen zu unterbinden, schließt eine sonstige Nutzung jeden weiteren Einsatz im Lebensmittelbereich aus.

Fazit – mit geeigneten Systemkomponenten FDA-konform in Sachen Lebensmittel unterwegs

Es wird deutlich, dass die FDA auch in Deutschland ein enormes Wort in Sachen Nahrungsmittel-Verarbeitung und -Umschlag mitzureden hat. Durch die Verwendung genormter Kunststoffkanister und geeignetem IBC-Zubehör kann die Frage der Zulässigkeit jedoch sicher und einwandfrei geklärt werden.

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So können sich Lebensmittelhersteller und -verarbeiter weiterhin auf ihre Kernkompetenz, nämlich die Nahrungsmittel, konzentrieren, ohne unnötigen Aufwand in die Frage einer zulassungskonformen Materialität ihrer Maschinen, Werkzeuge und Gebinde investieren zu müssen.