« Gartentipps für Pflege, Bewässerung und Neupflanzung im Hochsommer »
Der Hochsommer ist da – und mit ihm die intensivste Zeit im Gartenjahr. Während Tomaten, Beeren und Kräuter zur Ernte einladen, stellen Hitze und Trockenheit Rasen, Beete und frisch gesetzte Pflanzen vor echte Herausforderungen. Doch wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt zum Gießen? Welche Gemüsesorten lassen sich im Juli noch aussäen? Und lohnt es sich jetzt noch, Erdbeeren, Bodendecker oder Blumenzwiebeln zu pflanzen? In diesem Ratgeber finden Sie praktische Gartentipps für Juli mit konkreten Anleitungen, bewährten Methoden und cleveren Lösungen für eine effiziente Gartenbewässerung – damit Sie die Gartenarbeit entspannt meistern und den Sommer in vollen Zügen genießen können.
Diese Gartenarbeit sind im Juli besonders wichtig
Wenn das Thermometer über 30 Grad klettert und der Regen ausbleibt, brauchen Gartenpflanzen besondere Aufmerksamkeit. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Timing und durchdachten Methoden meistern Sie auch heiße Phasen souverän. Drei Bereiche verdienen bei der Gartenarbeit im Juli besondere Beachtung: das richtige Gießen, der gezielte Rückschnitt und ein wachsames Auge auf Schädlinge.
Richtig gießen bei Sommerhitze
Das Gießen gehört zu den wichtigsten Gartenarbeiten im Hochsommer. Die goldene Regel lautet: früh aufstehen oder spät gießen. Der ideale Zeitraum liegt zwischen 5 und 8 Uhr morgens, wenn die Verdunstung minimal ist und die Pflanzen das Wasser optimal aufnehmen können. Wer kein Frühaufsteher ist, verlegt diese Gartenarbeit auf die Abendstunden ab 19 Uhr. Vermeiden Sie unbedingt die Mittagshitze – hier verdunstet ein Großteil des Wassers ungenutzt, und Wassertropfen auf Blättern können wie Brenngläser wirken.

Bei der Wassermenge gilt: Lieber zwei- bis dreimal pro Woche durchdringend wässern als täglich nur oberflächlich. Rasenflächen benötigen pro Bewässerungsgang 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter, Beete kommen mit 10 bis 15 Litern aus. Diese Tiefenbewässerung regt die Pflanzen an, tiefere Wurzeln zu bilden – das macht sie widerstandsfähiger gegen Trockenperioden.
Ob Sie ausreichend gegossen haben, verrät die Fingerprobe: Stecken Sie einen Finger etwa 5 Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sich der Boden in dieser Tiefe noch feucht an, ist alles in Ordnung. Ist er trocken, sollten Sie nachgießen.
Tröpfchenbewässerung – effizient durch den Sommer
Wer im Hochsommer weder morgens noch abends Zeit für die Gartenarbeit hat oder in den Urlaub fährt, findet in der Tröpfchenbewässerung eine zuverlässige Lösung. Das Prinzip ist einfach: Über perforierte Schläuche oder Einzeltropfer gelangt das Wasser direkt an die Wurzelzone der Gartenpflanzen – langsam, gleichmäßig und ohne Verluste durch Verdunstung oder Verwehung.
Die Vorteile sprechen für sich: Tröpfchenbewässerung spart gegenüber herkömmlichen Sprühsystemen 30 bis 50 Prozent Wasser. Da die Blätter trocken bleiben, sinkt das Risiko für Pilzerkrankungen wie Mehltau deutlich. Bei Gemüsebeeten und Erdbeeren hat sich ein Tropfabstand von 20 bis 30 Zentimetern bewährt, für Stauden und Sträucher sind 30 bis 50 Zentimeter ideal.
In Kombination mit einer Zeitschaltuhr und einem IBC-Container als Wasserreservoir läuft die Bewässerung vollautomatisch – auch während Ihrer Abwesenheit. So erledigt sich diese wichtige Gartenarbeit praktisch von selbst. Eine bewährte Einstellung: Bewässerungsstart um 5 bis 6 Uhr morgens, Laufzeit je nach Bodenbeschaffenheit und Pflanzenbedarf zwischen 20 und 45 Minuten.
Pflanzenrückschnitt im Juli
Der gezielte Rückschnitt nach der ersten Blüte ist eine Gartenarbeit, die sich besonders lohnt. Bei vielen Stauden wirkt sie wie eine Verjüngungskur. Rittersporn, Katzenminze, Frauenmantel und Storchschnabel danken es Ihnen mit einer zweiten Blüte im Spätsommer, wenn Sie sie nach dem Verblühen auf etwa eine Handbreit über dem Boden zurückschneiden. Der ideale Zeitpunkt ist direkt nach der Blüte, bevor die Pflanze Energie in die Samenbildung steckt.
Achten Sie auf die richtige Technik: Schneiden Sie mit einer scharfen, sauberen Gartenschere schräg an, etwa einen Zentimeter oberhalb eines Blattknotens oder Auges. Der Schrägschnitt verhindert, dass sich Wasser auf der Schnittstelle sammelt und Fäulnis verursacht. Bei Rosen entfernen Sie Verblühtes bis zum ersten vollständigen Fünferblatt – das fördert neue Knospen.

Pflanzenschutz – Schädlinge frühzeitig erkennen
Warme, trockene Tage begünstigen leider auch ungebetene Gäste. Ein regelmäßiger Kontrollgang durch den Garten gehört daher zur Gartenarbeit in diesem Sommermonat unbedingt dazu. Am besten morgens oder abends – so erkennen Sie Probleme frühzeitig und können eingreifen, bevor sie sich ausbreiten.
Echter Mehltau zeigt sich als weißer, mehliger Belag auf den Blattoberseiten, besonders bei Rosen, Zucchini und Gurken. Entfernen Sie befallene Blätter sofort und entsorgen Sie diese im Hausmüll, nicht auf dem Kompost. Eine bewährte Hausmittel-Behandlung: Mischen Sie frische Milch und Wasser im Verhältnis 1:9 und sprühen Sie die Lösung bei bedecktem Himmel auf die Blätter. Die Milchsäurebakterien bekämpfen den Pilz auf natürliche Weise.
Blattläuse erkennen Sie an klebrigen Blättern (Honigtau), verkrümmten Triebspitzen und oft auch an Ameisenstraßen, die den süßen Ausscheidungen folgen. Bei leichtem Befall reicht oft ein kräftiger Wasserstrahl. Hartnäckigere Kolonien bekämpfen Sie mit einer Schmierseifenlösung: 20 Gramm Kaliseife auf einen Liter Wasser, die befallenen Stellen einsprühen und nach zwei Stunden abspülen.

Schnecken hinterlassen silbrige Schleimspuren und unregelmäßige Fraßlöcher in Blättern. Sammeln Sie die Tiere in den Abendstunden oder frühen Morgenstunden ab, wenn sie aktiv sind. Schneckenzäune aus Metall (mindestens 10 Zentimeter hoch, mit nach außen gebogenem Rand) schützen gefährdete Beete zuverlässig. Bierfallen locken zwar Schnecken an, ziehen aber auch Tiere aus der Nachbarschaft an – setzen Sie sie daher nur innerhalb eines Schneckenzauns ein.
Rasenpflege im Juli – so bleibt das Grün vital
Die Rasenpflege zählt zu den regelmäßigen Gartenarbeiten, die im Hochsommer besondere Aufmerksamkeit verdienen. Ein sattgrüner Rasen erfordert die richtige Balance aus Schnitt, Wasser und Nährstoffen. Der häufigste Fehler: zu kurzes Mähen. Im Sommer sollte die Schnitthöhe bei mindestens 4 bis 5 Zentimetern liegen – deutlich höher als im Frühjahr. Längere Halme beschatten den Boden, reduzieren die Verdunstung und schützen die Graswurzeln vor Hitze.

Mähen Sie nie bei praller Sonne, sondern an bewölkten Tagen oder in den Abendstunden. Bei Hitze steht der Rasen ohnehin unter Stress – ein Schnitt zur Mittagszeit verstärkt den Verdunstungsdruck zusätzlich. Kürzen Sie pro Mähgang maximal ein Drittel der Halmlänge, um die Gräser nicht zu schwächen.
Die Bewässerung folgt dem gleichen Prinzip wie bei Beeten: zwei- bis dreimal wöchentlich durchdringend gießen, idealerweise frühmorgens. Pro Quadratmeter sollten 15 bis 20 Liter ausbringen, damit das Wasser mindestens 10 Zentimeter tief in den Boden eindringt. Versenkregner verteilen das Wasser gleichmäßig und lassen sich mit einer Zeitschaltuhr automatisieren.
Kahle Stellen reparieren: Kleinere Lücken in der Grasnarbe lassen sich jetzt mit Nachsaat schließen. Diese Gartenarbeit gelingt am besten so: Lockern Sie den Boden an der betroffenen Stelle mit einer Harke auf, streuen Sie etwa 25 bis 30 Gramm Rasensaatgut pro Quadratmeter aus und drücken Sie die Samen mit einem Brett oder der Rückseite einer Harke an. In den folgenden zwei bis drei Wochen muss die Nachsaat gleichmäßig feucht gehalten werden – hier leistet eine feine Sprühbewässerung gute Dienste.
Düngung bei Bedarf: Wirkt das Rasengrün matt und gelblich, fehlen Nährstoffe. Ein Langzeitdünger mit betontem Kaliumanteil stärkt die Gräser gegen Hitze und Trockenheit. Die Dosierung liegt meist bei 25 bis 30 Gramm pro Quadratmeter – beachten Sie die Herstellerangaben. Düngen Sie nie bei voller Sonne und wässern Sie anschließend gründlich, damit die Nährstoffe in den Boden gelangen.
Blühende Pflanzen im Juli – Farbenpracht im Hochsommer
Der Juli verwöhnt Gartenfreunde mit einer überwältigenden Blütenfülle. Jetzt stehen zahlreiche Stauden und Sommerblumen in voller Pracht und verwandeln Beete und Rabatten in farbenfrohe Oasen – eine schöne Belohnung für die Gartenarbeit der vergangenen Monate.
Zu den zuverlässigen Dauerblühern im Juli gehören Sonnenhut (Echinacea und Rudbeckia) mit ihren leuchtend gelben bis purpurfarbenen Blüten, der duftende Lavendel, der nebenbei Bienen und Schmetterlinge anlockt, sowie Phlox in allen Schattierungen von Weiß über Rosa bis Violett. Taglilien begeistern mit täglich neuen Blüten in warmen Gelb-, Orange- und Rottönen, während die robuste Fetthenne (Sedum) mit ihren sukkulenten Blättern selbst längere Trockenperioden gelassen übersteht.
Bei den Sommerblumen zeigen sich jetzt Zinnien, Cosmeen (Schmuckkörbchen) und Dahlien von ihrer schönsten Seite. Wer regelmäßig Verblühtes ausputzt, verlängert die Blütezeit deutlich: Die Pflanze steckt ihre Energie dann in neue Knospen statt in die Samenbildung. Dieses Ausputzen ist eine kleine, aber wirkungsvolle Gartenarbeit, die sich schnell zur Routine entwickelt.
Der Blick auf die blühenden Pflanzen im Juli verrät auch, was jetzt noch gepflanzt werden kann: Viele dieser Arten sind als Jungpflanzen im Gartencenter erhältlich und bringen sofortige Farbe ins Beet – mehr dazu im folgenden Abschnitt.

Im Juli pflanzen – was jetzt noch in die Erde darf
Wer denkt, die Pflanzsaison sei im Hochsommer vorbei, irrt sich. Im Juli bieten sich vielfältige Möglichkeiten, Lücken im Beet zu füllen, neue Akzente zu setzen und die Grundlage für die nächste Saison zu legen. Diese Gartenarbeiten sind auch jetzt noch lohnend – entscheidend sind die richtige Pflanzenwahl und eine konsequente Wasserversorgung in den ersten Wochen.
Sommerblumen und Stauden pflanzen
Sommerblumen bringen auch jetzt noch schnelle Farbe ins Beet. Sonnenblumen entwickeln sich bei warmem Boden zügig und blühen bis in den Herbst – setzen Sie sie mit einem Pflanzabstand von 40 bis 50 Zentimetern. Kapuzinerkresse wächst rasant und bedeckt innerhalb weniger Wochen größere Flächen oder klettert an Rankhilfen empor; hier genügen 30 Zentimeter Abstand. Ringelblumen sind genügsame Dauerblüher, die mit 25 Zentimetern Abstand auskommen und sich wunderbar zwischen Gemüse pflanzen lassen.

Bei Stauden eignen sich robuste Arten wie Taglilien (Hemerocallis), die volle Sonne bis Halbschatten vertragen, Funkien (Hosta) für schattigere Plätze und Astilben für feuchte, halbschattige Standorte. Container-Stauden aus dem Gartencenter können ganzjährig gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist.
Die richtige Pflanztechnik erhöht die Anwachschancen: Graben Sie das Pflanzloch doppelt so groß wie den Wurzelballen und wässern Sie es vor dem Einsetzen gründlich. Nach dem Pflanzen drücken Sie die Erde leicht an und gießen nochmals durchdringend. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Rasenschnitt (etwa 5 Zentimeter dick) hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkraut.
Bodendecker im Juli pflanzen
Der Hochsommer ist ein guter Zeitpunkt, um Bodendecker zu pflanzen. Der warme Boden fördert das Wurzelwachstum, sodass die Gatenpflanzen bis zum Winter gut eingewurzelt sind und im nächsten Frühjahr kräftig austreiben. Diese Gartenarbeit im Juli zahlt sich also doppelt aus.
Die Auswahl richtet sich nach dem Standort: Waldsteinie (Waldsteinia ternata) eignet sich hervorragend für schattige bis halbschattige Bereiche unter Bäumen und Sträuchern. Storchschnabel (Geranium) ist ein Alleskönner, der je nach Sorte von Sonne bis Halbschatten gedeiht und mit seinen filigranen Blüten auch optisch überzeugt. Für trockene, sonnige Standorte wie Böschungen oder Steingärten ist Teppich-Sedum (Sedum spurium) die ideale Wahl – diese Sukkulente kommt mit minimaler Wasserversorgung aus.
Der Pflanzabstand hängt von der Art ab: Rechnen Sie mit 8 bis 12 Pflanzen pro Quadratmeter, um eine schnelle Flächendeckung zu erreichen. In den ersten vier bis sechs Wochen nach der Pflanzung ist regelmäßiges Gießen unerlässlich – auch hier erleichtert eine Tröpfchenbewässerung die Gartenarbeit erheblich.
Blumenzwiebeln im Juli pflanzen
Auch wenn die meisten Menschen bei Blumenzwiebeln an das Frühjahr denken, ist der Juli der richtige Zeitpunkt, um Herbstblüher zu setzen. Herbstzeitlose (Colchicum) wird etwa 10 Zentimeter tief gepflanzt und überrascht ab September mit ihren zarten rosa bis violetten Blüten. Herbstkrokusse (Crocus speciosus) kommen etwa 8 Zentimeter tief in die Erde und blühen im Oktober. Beide bevorzugen durchlässigen Boden ohne Staunässe.
Kräuter pflanzen und ernten
Wärmeliebende Kräuter wie Basilikum, Dill und Koriander lassen sich jetzt noch problemlos pflanzen oder aussäen. Schnittlauch kann sowohl gepflanzt als auch durch Teilung bestehender Horste vermehrt werden. Alle diese Kräuter bevorzugen einen sonnigen Standort und durchlässigen Boden – Staunässe vertragen sie nicht.
Bei der Ernte gilt: Schneiden Sie Kräuter am besten morgens, nachdem der Tau getrocknet ist, aber bevor die Mittagssonne die ätherischen Öle verflüchtigt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Aromagehalt am höchsten. Wer größere Mengen für den Winter konservieren möchte, bindet die Kräuter zu kleinen Sträußen und hängt sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort zum Trocknen auf.
Erdbeeren pflanzen im Juli – Grundstein für die nächste Ernte
Erdbeeren pflanzen im Juli gehört zu den lohnendsten Gartenarbeiten des Sommers. Die Jungpflanzen wurzeln im warmen Boden schnell ein und bilden bis zum Herbst kräftige Blattrosetten. Diese Blattmasse ist entscheidend: In ihr speichert die Erdbeere die Energie für die Blütenbildung im nächsten Frühjahr. Wer jetzt pflanzt, darf sich auf eine reiche Ernte im kommenden Jahr freuen.
Sortenauswahl: Kombinieren Sie früh-, mittel- und spätreifende Sorten, verlängern Sie die Erdbeersaison von Mai bis Juli. Bewährte Frühsorten sind ‚Clery‘ und ‚Daroyal‘, die bereits ab Mitte Mai reifen. Für die Hauptsaison im Juni eignen sich ‚Korona‘ und ‚Senga Sengana‘, während ‚Malwina‘ und ‚Florence‘ als Spätsorten bis in den Juli hinein tragen. Monatserdbeeren wie ‚Rügen‘ oder ‚Alexandria‘ bilden keine Ausläufer, liefern dafür aber von Juni bis zum ersten Frost kontinuierlich kleine, hocharomatische Früchte.
Standort und Bodenvorbereitung: Erdbeeren lieben volle Sonne und einen humosen, leicht sauren Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Bereiten Sie das Beet vor, indem Sie pro Quadratmeter 3 bis 5 Liter reifen Kompost einarbeiten. Erdbeeren sollten nicht nach anderen Erdbeeren oder Kartoffeln stehen – idealerweise liegt eine Anbaupause von vier Jahren auf derselben Fläche.
Richtig pflanzen: Setzen Sie die Jungpflanzen mit einem Abstand von 25 bis 30 Zentimetern in der Reihe und 60 Zentimetern zwischen den Reihen. Die richtige Pflanztiefe ist entscheidend: Das Herz – der Vegetationspunkt in der Mitte der Pflanze – muss knapp über der Erdoberfläche bleiben. Sitzt es zu tief, fault die Erdbeere; sitzt es zu hoch, vertrocknet sie.
Pflege nach dem Einpflanzen: Gießen Sie frisch gesetzte Erdbeeren in den ersten drei Wochen täglich, damit die Wurzeln gut einwachsen. Eine Mulchschicht aus Stroh hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut und schützt später die reifenden Früchte vor Erdkontakt und Fäulnis. Entfernen Sie im ersten Jahr alle Blüten – so steckt die Erdbeerpflanze ihre gesamte Kraft in den Wurzel- und Blattaufbau und belohnt Sie im zweiten Jahr mit einer umso üppigeren Ernte.
Aussaat im Juli – Gemüse für die Herbsternte
Die Aussaat gehört auch im Hochsommer noch zu den sinnvollen Gartenarbeiten – im Gegenteil: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um schnell wachsende Gemüsesorten für die Herbsternte in die Erde zu bringen. Der warme Boden und die noch langen Tage sorgen für zügige Keimung und kräftiges Wachstum.
Diese Gemüsesorten jetzt aussäen
Salate: Pflücksalat und Endivien können jetzt direkt ins Beet gesät werden. Ab Ende des Monats ist auch Feldsalat an der Reihe, der dann im Herbst und Winter geerntet wird. Säen Sie in Reihen mit 20 bis 25 Zentimetern Abstand und halten Sie den Boden gleichmäßig feucht.
Wurzelgemüse: Radieschen sind Schnellstarter – von der Aussaat bis zur Ernte vergehen nur vier bis sechs Wochen. Rote Bete und späte Möhrensorten reifen bis zum ersten Frost und lagern sich hervorragend ein.
Kohlgewächse: Kohlrabi, Chinakohl und Brokkoli gedeihen bei der Aussaat im Juli prächtig, da sie keine extremen Hitzeperioden mehr überstehen müssen. Setzen Sie sie mit 30 bis 40 Zentimetern Pflanzabstand, um den Köpfen genügend Platz zum Entwickeln zu geben.
Blattgemüse: Mangold und Spinat (Herbstsorten) lassen sich jetzt noch säen und liefern bis weit in den Herbst frische Blätter für die Küche.
Aussaat-Tipps bei Sommerhitze
Die Herausforderung bei der Aussaat im Sommer ist die Hitze: Der Boden trocknet schnell aus und manche Samen keimen bei hohen Temperaturen schlecht. Mit ein paar Kniffen gelingt diese Gartenarbeit trotzdem zuverlässig.
Wässern Sie die Saatrillen bereits vor der Aussaat gründlich – so steht den Samen sofort Feuchtigkeit zur Verfügung. Die Saattiefe richtet sich nach der jeweiligen Sorte und ist auf der Samenpackung angegeben; meist sind es 1 bis 2 Zentimeter. Halten Sie den Boden in der Keimphase konstant feucht, idealerweise durch morgendliches und abendliches Gießen mit feinem Strahl oder per Tröpfchenbewässerung.
Bei extremer Hitze hilft eine leichte Schattierung mit Vlies oder Schattiergewebe, um die Bodentemperatur zu senken und die Verdunstung zu reduzieren.
Obst und Gemüse im Juli ernten
Neben all der Pflege und Neupflanzung ist der Juli vor allem eines: Erntezeit. Das Ernten gehört zu den schönsten Gartenarbeiten überhaupt. Jetzt tragen viele Obst- und Gemüsesorten ihre Früchte und wollen regelmäßig abgeerntet werden – das steigert den Ertrag und hält die Obst- oder Gemüsepflanzen gesund.
Beerenobst: Himbeeren (Sommersorten), Brombeeren und Johannisbeeren reifen jetzt. Pflücken Sie regelmäßig durch, um Fäulnis zu vermeiden und die Nachreife weiterer Früchte zu fördern. Erdbeeren liefern je nach Sorte noch Nachzügler.
Steinobst: Kirschen, Mirabellen und frühe Pflaumensorten sind reif. Ernten Sie an trockenen Tagen, um die Lagerfähigkeit zu erhöhen.
Gemüse: Bohnen sollten alle zwei bis drei Tage durchgepflückt werden – das regt die Bohnenpflanze zur Bildung neuer Schoten an. Gurken und Zucchini ernten Sie am besten bei einer Länge von 15 bis 20 Zentimetern, bevor sie zu groß und wässrig werden. Tomaten lösen sich bei Vollreife leicht vom Stiel und sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden, da sie dort ihr Aroma verlieren. Karotten, Kohlrabi und Fenchel sind ebenfalls erntereif.
Der beste Erntezeitpunkt: Planen Sie die Ernte für die frühen Morgenstunden, wenn die Gemüse- oder Obstpflanzen noch prall und kühl vom Tau sind. Zu diesem Zeitpunkt ist der Wassergehalt am höchsten und das Aroma am intensivsten.

Wasser klug nutzen – Regenwasser sammeln und sparen
Trinkwasser für die Gartenbewässerung ist teuer und angesichts zunehmender Trockenperioden auch nicht selbstverständlich. Regenwasser zu sammeln schont den Geldbeutel und die Umwelt – und Ihre Gartenpflanzen danken es Ihnen, denn weiches, kalkfreies Regenwasser ist für sie deutlich bekömmlicher als Leitungswasser. Mit dem richtigen System erleichtern Sie sich zudem die tägliche Gartenarbeit erheblich.
Wie viel Regenwasser können Sie sammeln? In Deutschland fallen durchschnittlich etwa 700 bis 800 Liter Niederschlag pro Quadratmeter Dachfläche und Jahr. Ein 50 Quadratmeter großes Garagendach liefert somit theoretisch bis zu 40.000 Liter pro Jahr – selbst wenn nur die Hälfte davon aufgefangen wird, ist das eine beachtliche Menge.
Speicherkapazität planen: Als Faustregel gilt ein Speichervolumen von mindestens 1.000 Litern pro 100 Quadratmeter Gartenfläche. IBC-Container mit 1.000 Litern Fassungsvermögen eignen sich ideal: Sie sind platzsparend, stapelbar und mit dem passenden Zubehör leicht an bestehende Fallrohre anzuschließen. Über einen Regensammler oder Regendieb im Fallrohr fließt das Wasser vom Dach direkt in den Tank.
Vom Tank ins Beet: Für die Bewässerung verbinden Sie den IBC-Container per Auslaufhahn und Gartenschlauch mit Ihren Beeten – bei geringem Höhenunterschied reicht bereits die Schwerkraft. Für größere Gärten oder Tröpfchenbewässerungssysteme sorgt eine Gartenpumpe für den nötigen Druck. In Kombination mit einer Zeitschaltuhr läuft die Bewässerung automatisch zur optimalen Tageszeit – so bleibt mehr Zeit für andere Gartenarbeiten oder einfach zum Entspannen.
So kann der Sommer im Garten kommen
Die Gartenarbeit im Juli ist vielfältig: Von der richtigen Bewässerung bei Hitze über gezielte Pflegeschnitte bis hin zu überraschend vielen Möglichkeiten, jetzt noch Erdbeeren, Bodendecker, Blumenzwiebeln und Gemüse zu pflanzen oder auszusäen. Wer die Gartentipps für Juli beherzigt und konsequent auf ausreichende Wasserversorgung achtet, wird bis in den Herbst mit frischem Gemüse, bunten Blüten und einem vitalen Rasen belohnt.
Mit cleveren Bewässerungslösungen wie Tröpfchenschläuchen, IBC-Containern zur Regenwassernutzung und Zeitschaltuhren reduziert sich der Aufwand für die täglichen Gartenarbeiten spürbar. So bleibt genug Zeit, den Sommer auch selbst zu genießen – ob im Liegestuhl, beim Grillfest oder einfach beim Beobachten, wie der eigene Garten in voller Pracht erblüht.
REKUBIK® Magazin





