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Gartentanks im Vergleich

« Verschiedene Möglichkeiten von Wasserspeichern ausgetestet »

Gartenbewässerung ist im Sommer Pflicht, weil ohne sie kaum etwas so wächst und gedeiht, wie man es gerne hätte. Den Mittelpunkt so einer Bewässerung bilden dabei meist Gartentanks oder Regentonnen. Diese Wasserspeicher gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Formen. Wir stellen Ihnen hier die drei gängigsten etwas näher vor und verweisen auf Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle.

Ohne den Wasserspeicher bleibt es trocken

Das Herzstück jeder funktionierenden Gartenbewässerung ist ein Wasserspeicher. Er sorgt für den nötigen Vorrat an Wasser und lässt sich im besten Fall auch noch sehr leicht bedienen. Die Vorteile eines derartigen Wasserspeichers wussten schon die antiken Hochkulturen zu schätzen. Sie nutzten nicht umsonst Aquädukte mit denen sie Wasser von Zisterne zu Zisterne transportierten. In diesen ließ sich vergleichbar mit Gartentanks Wasser auch über einen längeren Zeitraum hinweg speichern. So konnte man bei ausbleibendem Regen auf diesen Wasservorrat zurückgreifen.

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Heutige Gartenbesitzer können getrost auf den aufwendigen Bau einer Zisterne verzichten. Sie greifen in der Regel auf kostengünstige Alternativen zurück – auf Fässer, IBC Container oder Regentonnen. Für welche Art man sich dabei entscheidet, hängt nicht zuletzt auch von der Größe des Gartens und damit von der benötigten Wassermenge ab. Es gilt ganz einfach: Ein großer Garten benötigt mehr Wasser, weshalb ein oder mehrere Gartentanks auch ein größeres Fassungsvermögen haben sollten.

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Dies ist freilich nur ein Kriterium bei der Wahl des passenden Behältnisses. Auf was es sonst noch ankommt und wie sich die gängigsten Möglichkeiten unterscheiden, wollen wir uns jetzt näher anschauen:

Auf was es bei einem Wassertank wirklich ankommt

Der Wasserspeicher als Teil der Gartenbewässerung hat die Aufgabe, stets für einen ausreichenden Vorrat an Wasser zu sorgen. Er dient gewissermaßen als Lagerstätte für das kühle Nass. Die Größe des Tanks ist deshalb ein erster entscheidender Faktor, auf den es ankommt. Ausschlaggebend muss dabei immer das tatsächliche Fassungsvermögen sein. Ein 2000 Quadratmeter großer Garten mit Rasen, Beeten, Bäumen und sonstigen Anpflanzungen lässt sich schwerlich mit einem 220-Liter-Regenfass bewässern.

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Der zweite wichtige Faktor ist die Robustheit des Materials, aus dem Gartentanks gefertigt sind. Unter normalen Umständen wird so ein Tank im Freien stehen. Er ist also Wind und Wetter ausgesetzt. Kann das Material beispielsweise einer Regentonne der Sonne nicht standhalten, verliert die Tonne schnell ihre Speicherfähigkeit, weil sie ganz einfach undicht zu werden droht. Der dritte Punkt schließlich ist das Handling bzw. die Bedienbarkeit. Wasser sollte sich möglichst leicht nachfüllen bzw. entnehmen lassen.

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Das klingt zunächst wie eine Binsenweisheit, jedoch steckt hier bei vielen Gartentanks der Teufel im Detail. Um den passenden Tank für den eigenen Garten zu finden, müssen nun lediglich die einzelnen Varianten auf diese Faktoren hin untersucht werden. Und genau das haben wir für Sie getan.

Fässer – Klassiker in Sachen Gartenbewässerung

Wer an Gartentanks denkt, dem fällt meist zuerst diese typische grüne Regentonne ein, die eigentlich zu den Fässern zählt. Tatsächlich ist ein Wasser- bzw. Regenfass in Grün oder Blau der Klassiker schlechthin. Es wird seit Jahrzehnten für die Bewässerung des eigenen Gartens genutzt. Sie eignen sich dafür mit ein paar Abstrichen recht gut. Problematisch ist allerdings ihr relativ geringes Fassungsvermögen. Standardmäßig haben die gängigen Fasstypen heute ein Fassungsvermögen, das sich im Bereich zwischen 200 und 300 Litern bewegt. Für große Gärten dürfte das kaum ausreichend sein.

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Bei kleineren jedoch ist man damit gut bedient. Empfehlenswert ist auf jeden Fall die Anschaffung eines sogenannten Spundlochfasses. Dieser Fasstyp hat zwei verschließbare Löcher bzw. Öffnungen in seinem Deckel. Auf diese Weise kann ein Loch bequem zum Befüllen und das andere zur Wasserentnahme mittels E- oder Handpumpe genutzt werden. Wer sich ein Spundlochfass anschaffen möchte, sollte darauf achten, dass es aus HDPE gefertigt wurde. HDPE ist ein ungemein robuster Kunststoff mit einer enorm hohen Dichte. Er hält Wind und Wetter in unseren Breiten auch über einen längeren Zeitraum hinweg stand. Allerdings sollte das Fass nie direkt in der Sonne stehen. Läuft das Spundlochfass dann auch noch nach unten leicht konisch zu, kann man es bedenkenlos kaufen. Denn: Diese Form macht die ab und an nötige Komplettentleerung des Fasses deutlich einfacher.

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Ein Sonderfall des klassischen Fasses sind übrigens fassähnliche Regentanks, die ebenfalls aus HDPE hergestellt werden und je nach Ausführung ein beeindruckendes Fassungsvermögen von bis zu 1600 Litern haben. Sie können sowohl ober- als auch unterirdisch verwendet werden. Wer nicht einfach nur einen Regentonne oder ein Regenfass sucht, sondern einen richtig großen Regenspeicher, sollte hier unbedingt zugreifen. Folglich eignen sich diese Gartentanks perfekt für alle, die eine große Dachfläche und einen großen Garten haben.

Design-Regentonnen – Fässer nur viel ansehnlicher

In den letzten Jahren haben verstärkt Tanks in die Gärten Einzug gehalten, die auf dem Fassprinzip basieren, aber optisch wesentlich mehr hermachen. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen und Farben. So eignet sich beispielsweise eine überdimensionierte Amphore perfekt für Gärten, die einen mediterranen Touch aufweisen. In der Regel werden diese Design-Regentonnen ausschließlich aus robustem HDPE gefertigt.

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Ein weiterer großer Vorteil im Vergleich zu anderen Fasstypen: Sie sind in den allermeisten Fällen mit einem separaten Auslaufhahn versehen, der die Wasserentnahme natürlich zum Kinderspiel macht. Ihr Fassungsvermögen bewegt sich in einem Bereich zwischen 260 und 500 Litern. Sie eignen sich damit auch für mittelgroße Gärten – und vor allem für Gartenbesitzer, die Wert auf eine gewisse Ästhetik legen.

Der IBC Container – die raffinierte Variante eines Gartentanks

Der Intermediate Bulk Container wurde ursprünglich für den gewerblichen bzw. industriellen Einsatz entwickelt. Er besteht aus einer Tankblase, die in einer Gitterbox steckt. Beides wiederum sitzt auf einer Europalette. Er verfügt über eine Auslaufarmatur und über eine große, verschließbare Einfüllöffnung. Alles an ihm ist auf höchste Funktionalität hin ausgelegt. Gleichzeitig ist die Handhabung geradezu kinderleicht.

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Kein Wunder also, dass die Container längst massenweise den Weg in Privatgärten gefunden haben. Hinzu kommt, dass sie mit einem durchschnittlichen Fassungsvermögen von bis zu 1000 Litern auch die ideale Größe haben. Die IBC-Tankblase besteht wiederum aus dem widerstandsfähigen HDPE und wird gleichzeitig durch die sie umgebende Gitterbox geschützt.

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Dank des reichen Angebots an Zubehör für die Container lassen sie sich ungemein vielfältig verwenden. Sie sind nicht zuletzt für die Verwendung als Regentonne bestens geeignet – und definitiv eine professionelle Gartentank-Variante. Ihr Nachteil: Optisch ist der IBC eher im Nachteil gegenüber anderen Varianten.

Passende Gartentanks und die Qual der Wahl

Für welche Variante Sie sich als Gartenbesitzer entscheiden, ist natürlich bis zu einem gewissen Grad immer auch Geschmackssache. Grundsätzlich eigenen sich alle hier vorgestellten Varianten für die Gartenbewässerung. Ihrer Aufgabe als zuverlässiger Wasserspeicher werden sie auf jeden Fall gerecht. IBC Container bieten dabei sicherlich den höchsten Komfort, sind aber nicht unbedingt eine Augenweide.

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Design-Regentonnen sind im Gegensatz zum IBC wahre Hingucker, haben aber ein beschränktes Fassungsvermögen. Und herkömmliche Fässer wiederum sollten unbedingt aus HDPE bestehen, wenn sie dauerhaft im Freien stehen. Ach ja: Die Kosten für alle hier vorgestellten Varianten bewegen sich übrigens in überschaubaren Dimensionen. Für alle Versionen gilt: Nutzt man ihn als Regentonne bzw. Regenfass kann man mit so einem Gartentank sogar Geld sparen.