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IBC Container Temperaturbeständigkeit

« Wann ist die Grenze erreicht? »

IBC Container sind von Haus aus äußerst robust und widerstandsfähig. Gerade das zählt ja zu den großen Vorteilen der Tanks. Sie kommen auch locker mit relativ hohen Temperaturen zurecht, obwohl es da natürlich immer eine Grenze gibt. Wie viel Hitze ein IBC verträgt und was es sonst noch in Sachen Temperatur bei einem Container zu beachten gibt, lesen Sie hier.

Unverwüstliche Tanks?

Intermediate Bulk Container gelten gemeinhin als unverwüstlich. Bis zu einem gewissen Punkt stimmt das natürlich auch. Es gibt jedenfalls kaum ein anderes Verpackungsmittel für Flüssigkeiten, das derart robust ist. Grund dafür ist einerseits die einmalige Kombination aus Tankblase, Gitterbox und Europalette.

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Andererseits sorgt aber auch der enorm dichte Kunststoff, aus dem der Tank gefertigt wird, für ein hohes Maß an Sicherheit. Dennoch ist er der Schwachpunkt der gesamten Konstruktion. Die Tankblase verzeiht vieles – nur keine allzu hohen Temperaturen.

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Tatsächlich hat die Temperaturbeständigkeit ihre Grenzen. Das betrifft sowohl die Temperatureinwirkung von innen als auch von außen. Daneben kann es auch bei einer starken UV-Strahlung relativ schnell zu Problemen kommen. Gründe genug also, sich einmal etwas näher mit dem Themenkomplex IBC Container und Temperaturbeständigkeit auseinanderzusetzen.

Hält man sich als Nutzer an ein paar wenige Regeln, bleibt der Container dann auch, was er im Kern ist – ein äußerst robustes und flexibles Verpackungsmittel nämlich.

IBC Container und Temperaturbeständigkeit: Auf den Kunststoff kommt es an

Die Tankblasen von IBCs werden heute in der Regel aus High Density Polyethylen (HDPE) gefertigt. Dieser Kunststoff weist eine Reihe von Merkmalen auf, die ihn für Tanks geradezu ideal machen. Er ist günstig, lässt sich in nahezu jede gewünschte Form bringen und verfügt auch noch über eine enorme Materialdichte. Das einzige Problem daran ist, dass sich seine molekulare Struktur unter der Einwirkung von UV-Strahlen und einer hohen Temperatur verändert. In der Folge wird diese instabil, was wiederum zu Verformungen führen kann oder dazu, dass das Material porös wird. Meist braucht es dann nur eine kleine Verletzung der Außenschicht, damit der Tank undicht wird. Aber so schnell passiert das alles nicht: Erst bei einer Temperatur von ca. 80 Grad Celsius beginnt HDPE weich zu werden und sich zu verformen.

Wassertank in den Schatten stellen
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Kritisch für die Temperaturbeständigkeit kann es allerdings schon früher werden. Die Hersteller von IBC Containern garantieren deshalb die Dichtheit der Tankblase meist nur bis zu einer maximalen Einfülltemperatur von 60 Grad Celsius.

Die Dauertemperatur des Füllguts darf dabei 40 Grad nicht übersteigen. Das hat natürlich Folgen für die Flüssigkeiten, die im Tank gelagert werden.

Vor allem für die Lebensmittelindustrie, die für bestimmte Stoffe relativ hohe Temperaturen benötigt, bedeutet das Einschränkungen. Und auch wer einen IBC als Bestandteil eines Wärmespeichers nutzen möchte, stößt schnell an Grenzen, da dabei 60 Grad durchweg überschritten werden.

Licht- und Temperatureinwirkung von außen und wie man sich davor schützen kann

Die Temperaturbeständigkeit kann allerdings nicht nur durch die Flüssigkeit im Inneren, sondern auch durch die Außentemperatur beeinträchtigt werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürfte das sogar das größere Problem sein. Ein Wassertank aus HDPE, der etwa im Sommer in der prallen Sonne steht, kann einer enorm hohen Temperatur ausgesetzt sein, selbst dann, wenn das Thermometer die 30-Grad-Marke noch nicht erreicht hat. Es empfiehlt sich daher, grundsätzlich von vorne herein für einen gewissen Schutz zu sorgen.

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Als ersten Schritt sucht man sich am besten ein möglichst schattiges Plätzchen für den Tank. Das kann entweder in der Nähe einer Hausmauer oder unter einem Baum sein. Auf jeden Fall sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Zusätzlich kann man den Tank mit einer passgenauen Schutzhülle versehen. Droht beispielsweise Algenbildung im Wasserspeicher durch das Sonnenlicht (ein sehr verbreitetes Problem) dann ist eine Schutzhülle, deren Hauptaufgabe im Verdunkeln besteht prima. Sie wird einfach komplett über den Container gestülpt.

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Sollen Inhalt und Tank vornehmlich vor Minustemperaturen und extremer Hitze geschützt werden, rentiert sich in den meisten Fällen hingegen eine Thermohaube für den Tank!

Temperaturbeständigkeit: Warum trotz Temperaturgrenzen alles für IBCs spricht

Spätestens beim Thema Temperaturbeständigkeit wird deutlich, dass IBCs sehr robuste aber nicht unzerstörbare Tanks sind. Auch sie haben ihre Grenzen. Trotz begrenzter Temperaturbeständigkeit spricht alles für die Verwendung von Containern – egal, ob nun gewerblich oder privat.

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Schließlich lassen sich diese Grenzen mit dem passenden IBC-Zubehör dehnen. Spätestens dadurch überwiegen die vielen Vorteile die wenigen Nachteile bzw. Beschränkungen. Zuletzt gestaltet sich die Suche nach effizienteren Alternativen schwierig bis unmöglich, möchte man kein Vermögen ausgeben.