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Kräuter-Bewässerungssystem

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Kräuter machen bei vielen Gerichten den Unterschied im Geschmack und sind außerdem noch gesund. Wer Wert auf maximale Frische legt, kann sich überlegen, diese im Garten oder auf der Terrasse selbst anzubauen. Das passende Kräuter-Bewässerungssystem lässt sich relativ einfach eigenständig errichten. Wie das geht und worauf Sie achten müssen, erfahren Sie hier.

Kräuter brauchen ein Bewässerungssystem

Essen ohne Kräuter? Eigentlich kaum denkbar. So gut wie keine Küche kann auf sie verzichten, geben Thymian, Oregano, Basilikum, Bohnenkraut und Co. so manchem Gericht erst ordentlichen Pfiff. Vielleicht darf es auch etwas exotischer sein, etwa mit marokkanischer Minze. Wichtig ist nur, dass es sich um frische Zutaten handelt, um den Genuss voll auszukosten. In diesem Zusammenhang ist es eine schöne Idee, wenn Sie Ihre Kräuter selbst anbauen und auf abgefüllte Packungen aus dem Supermarkt so weit wie möglich verzichten.  Am besten ist es, Kräuter erst kurz vor der Beigabe in das Essen zu ernten.

Eine Auswahl an unterschiedlichen Kräutern, die jeweils zu einem Bund zusammengebunden sind
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Viele Menschen schrecken jedoch vor einem eigenen Kräuterbeet zurück. Zu groß scheint ihnen der Aufwand für die Pflege zu sein. Dabei ist dem gar nicht so. Man muss nur ein paar Kleinigkeiten beachten. Da ist zum Beispiel die Frage: Wann ein Kräuterbeet anlegen? Die Antwort darauf ist einfach. Am besten sollten Sie schon im Spätherbst des Vorjahres ein Beet anlegen, damit Sie im darauf folgenden Jahr viel ernten können. Auch der Standort ist wichtig: Während heimische Kräutersorten durchaus auch im Halbschatten gedeihen und reichhaltigen Boden benötigen, verlangen Küchenkräuter aus dem Süden nach viel Sonne und ein mageres, durchlässig-steiniges Substrat. Eine weitere Fragestellung ist die nach einer effektiven Beetbewässerung. Aber welches Kräuter-Bewässerungssystem ist das beste?

Ein Kräuterbeet mit einem Tröpfchenbewässerungssystem
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Beet bewässern – mit einem Bewässerungssystem klappt’s am besten

Was die Bewässerung angeht, sind beinahe alle Kräuter etwas eigen. Sie benötigen an sich nicht besonders viel Wasser. Manche Sorten wie zum Beispiel Melisse, Petersilie oder Schnittlauch müssen allerdings durchgehend feucht gehalten werden. Entscheidend ist in jedem Fall die Wasserqualität. Ideal sind abgestandenes Wasser oder Regenwasser, das in einem Wassertank gespeichert wird – etwa einen IBC Container. Frische Leitungswasser sollte eher nicht verwendet werden, da dieses unter Umständen zu kalt sein kann. Außerdem ist es von Belang, wann man gießt. Empfehlenswert sind die Morgen- oder die Abendstunden. Bei praller Mittagshitze Kräuter zu gießen, ist hingegen ein absolutes Tabu. Zu groß ist die Gefahr, dass das Wasser schnell wieder verdunstet und die Wurzeln der Kräuterpflanzen überhaupt nicht erreichen kann. Wird per Gießkanne oder Schlauch gegossen, besteht außerdem die große Gefahr, dass durch Wassertropfen auf dem Blattwerk – zumindest wenn es sich um glatte Blätter handelt – unter der direkten Sonneneinstrahlung Verbrennungen entstehen, die im Zweifelsfall den Pflanzen das Leben kosten können.

1000l IBC Wassertank Neuwertig/Rebottled auf PE-Palette (FOOD)

Aus diesen und anderen Gründen ist deshalb der Aufbau von einem Kräuter-Bewässerungssystem zu empfehlen. Dabei bietet sich in erster Linie die sogenannte Tropfbewässerung für ein Kräuterbeet an. Bei dieser Bewässerungsform wird tatsächlich jeweils nur ein Tropfen Wasser direkt im Wurzelbereich der Pflanze abgegeben. Die Abgabe erfolgt jedoch kontinuierlich, sodass auch durch diese kleine Menge eine optimale Wasserversorgung gewährleistet ist. Die Bewässerung per Tropfschlauch verhindert Streuverluste, die oft beim Gießen von oben entstehen, und hilft ganz allgemein dabei, Wasser zu sparen. Sie ist auch deswegen perfekt für ein Kräuter-Bewässerungssystem. Im Übrigen ist sie auch sonst für die allgemeine Gartenbewässerung zu empfehlen.

Tropfbewässerungsset mit Zeitschaltuhr Kräuter-Bewässerungssystem

So funktioniert das kluge Kräuter-Bewässerungssystem

In der Regel muss keine komplette Gartenbewässerung aufgebaut werden, sondern nur eine Bewässerungsanlage für ein einzelnes Beet. Dazu benötigen Sie vor allem Tropfschläuche, die entlang der Kräuterpflanzen in den Boden eingearbeitet werden. Von diesen führt ein gesonderter Schlauch dann zum Regenspeicher als Wasserquelle.

An einen IBC Tank kann mittels Fittings nahezu jeder Schlauch auf einfache Weise angeschlossen werden. Optimal ist ein Container mit einem Fassungsvermögen von rund 800 Litern. Ist die Entfernung zum Beet nicht allzu groß, reicht oft allein der Wasserdruck im IBC Behälter, um das Kräuterbeet zu bewässern. Alternativ kann aber auch eine einfache Gartenpumpe im Kräuter-Bewässerungssystem dazwischen geschaltet werden. Die Bewässerung sollte dann noch mit einem Bewässerungscomputer abgerundet werden. Über diesen Computer lässt sich genau steuern, wann und wie lange die jeweilige Wasserzufuhr für die Kräuter erfolgen soll. Damit gewinnen Sie viel Freiheit und können auch mal mehrere Tage abwesend sein.

Steuergerät ESP-RZXe Outdoor (WLAN-fähig) Kräuter-Bewässerungssystem

Kräuter-Bewässerungssystem für den Balkon

Sie müssen jedoch nicht unbedingt ein Kräuterbeet anlegen, sondern können den Kräuteranbau auch im kleineren Rahmen auf dem Balkon oder der Terrasse umsetzen. Hier bietet sich ebenso die Tröpfchenbewässerung an. Ergänzend dazu benötigen Sie noch Pflanzgefäße oder Pflanzschalen. Diese sollten so platziert werden, dass die Pflanzen darin zwar Sonne bekommen können, aber nicht ständig in der Sonne stehen. Je nach Art darf es auch schon mal der Halbschatten sein. Die einzelnen Standortbedingungen hängen aber entscheidend von den jeweiligen Kräutersorten ab. Dazu sollten Sie sich auf jeden Fall gesondert ausführlich informieren.

Sie sehen also: Ein Kräuter-Bewässerungssystem aufzubauen, ist gar nicht so schwer. Mit dem richtigen Equipment steht dauerhaft frischen Küchenkräutern und köstlichen Genüssen nichts im Weg.