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Palettenlager einrichten

« Ordentliche Lagerung mit Kunststoffpaletten »

Paletten spielen in der modernen Logistik noch immer eine herausragende Rolle. Ohne diese praktischen Helfer geht in Sachen Lagerung und Transport kaum etwas in Industrie, Handel und Gewerbe. Kein Wunder: Sie lassen sich ungemein vielseitig einsetzen und auch in komplexe logistische Systeme einbinden. Wann man beispielsweise ein Palettenlager einrichten kann, welche Vorteile es bietet und für wen es sich wirklich lohnt, erfahren Sie hier.

Kunststoffpaletten vs. Holzpaletten

Was gut ist, lässt sich offenbar immer noch besser machen. Holzpaletten werden zum Beispiel mehr und mehr von Kunststoffpaletten verdrängt. Die sind zwar etwas teurer, bieten dafür aber einige entscheidende Vorteile gegenüber der Variante aus Holz. So kommen sie etwa deutlich leichter daher, bieten eine höhere Lebensdauer und werden höchsten Anforderungen an die Hygiene gerecht. Klar, dass sie sich damit geradezu perfekt für ein Palettenlager eignen. Ein derartiges Lager ist ein fester Bestandteil der betrieblichen Logistik. Es fungiert häufig als Schnittstelle zwischen den einzelnen Leistungs- bzw. Verarbeitungsprozessen bis hin zur Kommissionierung und dem Versand. In Verbindung mit einem ausgeklügelten, auf die Bedürfnisse des Betriebs zugeschnittenen Lagersystem entsteht so eine höchst effektive Einrichtung, die Arbeitsabläufe erleichtert und häufig auch Kosten spart. Wie aber lässt sich so ein Lager einrichten? Worauf kommt es insbesondere bei der Ausstattung an? Welche Vor- und Nachteile bringt es mit sich? Und für welche Art von Betrieb ist es eher nicht geeignet? Hier sind die Antworten auf diese Fragen.

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Was ist ein Palettenlager genau?

Nein, es handelt es sich bei einem Palettenlager nicht um ein Lager, in dem Paletten gelagert werden. Zwar spielen diese dort natürlich eine wichtige Rolle, jedoch dienen sie dabei lediglich als Trägermaterial bzw. Industrieverpackung. Im Mittelpunkt stehen folglich auch die Güter und Materialien, die sich auf den Holz- oder Kunststoffpaletten befinden. Um ein Palettenlager einrichten zu können braucht es damit aber auch ein Lagersystem, das in die Abläufe des Betriebes integriert ist. Häufig dient es als eine Art Zwischenstation oder auch als Puffer hin zur Kommissionierung bzw. dem Versand. Beim Einrichten des Lagers kommt es denn auch vor allem auf die Größe des Betriebs und die Art der einzulagernden Güter an. Häufig kommt dabei ein sogenanntes Palettenregal zum Einsatz. Dessen großer Vorteil ist, dass sich damit enorm viel Fläche sparen und das Lagervolumen vergrößern lässt. Das am meisten bekannte Beispiel eines Palettenregals dürfte wohl ein sogenanntes Hochregallager sein wie es etwa häufig im Versandhandel oder in der Ersatzteilversorgung Verwendung findet. An diesem Beispiel wird aber auch deutlich, dass es dann noch eine spezielle Lager- und Fördertechnik braucht, schließlich müssen die einzelnen Paletten aus den Regalen geholt oder dort eingelagert werden. Kurzum: Es handelt sich bei einem Palettenlager um ein relativ komplexes logistisches Teilsystem, das stets in umfassendere Prozesse eingebunden ist.

Ein Palettenlager einrichten: Für wen lohnt sich das eigentlich?

Es dürfte mittlerweile deutlich geworden sein, dass ein gewisser Aufwand mit dem Einrichten eines derartigen Lagers verbunden ist. Das heißt auch, dass nicht unerhebliche Kosten entstehen. Logisch, dass jedes Unternehmen sehr genau abwägt, ob sich ein Palettenlager wirklich lohnt. Die Frage, für wen es sich tatsächlich eignet, lässt sich allerdings gar nicht so einfach beantworten. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es überall dort Sinn macht, wo einzelne Güter in mehreren Schritten be- und verarbeitet werden – und wo bis hin zum Versand immer wieder Bedarf für eine Zwischenlagerung besteht. Noch einmal: Es geht in den allermeisten Fällen um eine Schnittstellenfunktion. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass die Lagerräumlichkeiten möglichst zentral gelegen sein müssen und eine ausreichende Kapazität haben sollten. Meist werden sich deshalb vor allem mittelständische Betriebe und Großbetriebe für diese Art von Speziallager entscheiden. In Kleinbetrieben und im Handwerk sind sie hingegen selten bzw. überhaupt nicht zu finden.

Palettenlager
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Lager einrichten konkret: Worauf es ankommt und was es braucht

Paletten haben eine gewisse Grundfläche, die sich auch nicht verändern lässt. Lagerräume, in denen Güter auf der Basis von Holz- oder Kunststoffpaletten gelagert werden sollen, benötigen deshalb eine relativ große Fläche oder eine entsprechende Höhe. Es kommt zunächst also vor allem auf die baulichen Gegebenheiten bzw. Möglichkeiten an. Die Lagerung in einem Palettenregal, also in die Lagerung in der Höhe, ist heute meistens Standard. Damit sich diese Lagervariante allerdings realisieren lässt, braucht es zwingend eine Fördertechnik, die die Last nach oben und auch wieder nach unten befördert. Dazu bieten diverse Hersteller heute automatisierte System an, die nicht nur zuverlässig funktionieren, sondern auch ein hohes Maß an Arbeitssicherheit bieten. Bis zu einer gewissen Höhe des Regals lassen sich auch Gabelstapler für diese Aufgabe einsetzen. Dafür wiederum sind ausreichend dimensionierte Wege im Lagerraum vonnöten. Diese spielen im Übrigen natürlich auch eine Rolle, wenn es darum geht, einzelne Paletten zu transportieren – beispielsweise, um sie einem nächsten Produktionsschritt zuzuführen. In den allermeisten Fällen braucht es außerdem einen Zugang zum öffentlichen Verkehr, schließlich müssen Güter regelmäßig angeliefert und versandt werden.

Lagerpaletten mit Waren
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Kunststoffpaletten, Gitterboxen, IBCs: Warum sich mit ihnen perfekt arbeiten lässt

Neben den schon geradezu klassischen Einzelpaletten finden sich in Palettenlagern sehr häufig auch Gitterboxen und Intermediate Bulk Container (IBCs). Für welche Art von Transport- bzw. Industrieverpackung man sich entscheidet hängt dabei immer vom jeweiligen Gut ab, dass transportiert oder gelagert werden soll. Ein schweres, unförmiges Maschinenteil, das auf eine Palette geschnürt wurde, lässt sich einfach deutlich leichter transportieren. Gleiches gilt beispielsweise für hunderte von Kleinteilen in einer Gitterbox oder für Flüssigkeiten in einem IBC. Es geht dabei also immer um die Transportfähigkeit und damit um die Funktionalität. Um ein Palettenlager einrichten zu können, kommt es genau darauf sehr stark an – ganz unabhängig davon, wie ausgeklügelt die sonstige Technik in dem Lager auch sein mag.