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Regenfass aufstellen

30« Der richtige Platz, der korrekte Anschluss »

Wer für die Bewässerung seines Gartens Regenwasser nutzen möchte, sollte ein Regenfass aufstellen. Dabei drängt sich stets die Frage nach dem richtigen Standort auf, schließlich soll das Fass ja nicht im Wege stehen. Außerdem muss man sich um einen ebenso sicheren wie zweckmäßigen Anschluss kümmern. Was es bei der Standortwahl für das Regenfass und dem Anschluss unbedingt zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Nachhaltige Gartenbewässerung mit einem Regenfass

Pflanzen im Garten mit Regenwasser zu gießen ist die ökologischste, günstigste und damit letztlich auch die vernünftigste Form der Gartenbewässerung. Das Wasser hat dabei genau die weiche Qualität, die die allermeisten Pflanzen brauchen. Außerdem kostet es nichts. Allerdings braucht es zur effektiven Regenwassernutzung zwingend eine Regentonne oder einen IBC Container, um das Wasser zu sammeln. Hierbei helfen zudem Komponenten wie Dachrinne, Fallrohr und Regensammler. Doch bevor es an die Bewässerung geht, gilt es, sich ein paar Gedanken zu machen: Wo genau das Regenfass aufstellen? Was ist der beste Platz dafür? Und wie schließt man es am besten an das Regenfallrohr an? Fragen wie diese müssen unbedingt vorab geklärt werden. Ziel sollte es dabei stets sein, das Fass bzw. die Tonne oder den IBC so zu platzieren, dass sie bei der Verrichtung von Arbeiten im Garten nicht stören und die Wege möglichst kurz sind.

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Den passenden Standort bestimmen

Für die Regenwassernutzung im Garten muss zunächst einmal eine ausreichend große Menge an Regenwasser gesammelt werden. Dies funktioniert in der Regel nur über eine Dachfläche in Schräglage. Dort treffen die einzelnen Tropfen nämlich gesammelt auf, fließen in die Dachrinne ab und werden dann direkt ins Fallrohr geleitet. Dort leitet dann ein Regensammler bzw. ein Regendieb das Wasser in das Regenfass um. Damit ist auch die Sache mit dem Standort schon mal grundsätzlich geklärt. Er sollte sich nämlich in der Nähe bzw. der unmittelbaren Nähe des Rohres befinden. Zwar lässt sich natürlich die Verbindung zum Fallrohr mit einer Rohrleitung herstellen. Und selbstredend kann damit auch eine größere Entfernung überwunden werden. Das Problem daran ist jedoch, dass sich diese Leitung meistens auf der Höhe des Bauchnabels eines Menschen befinden und folglich ganz schnell zu einem störenden Hindernis im Garten wird. Da ist es allemal sicherer, gleich die komplette Tonne als Hindernis zu akzeptieren. Meistens verlaufen die Regenfallrohre an den Ecken eines Gebäudes. Hat man die Wahl sollte man sich für jenen Standort entscheiden, der weniger stark von der Sonne beschienen wird. Außerdem empfiehlt es sich, auf einen möglichst festen Untergrund zu achten.

Fester Untergrund ist besser als loser Boden
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Regenfass richtig aufstellen: Der korrekte Anschluss an das Fallrohr

Das Aufstellen des Regenfasses ist in der Regel kein Problem. Damit alleine kommt man allerdings nicht weit. Es muss zwingend eine Verbindung zwischen dem Fallrohr und dem Fass hergestellt werden, soll die Regenwassernutzung gelingen. Die Basis für eine derartige Verbindung bildet ein sogenannter Regensammler bzw. Regendieb. Dabei handelt es sich um ein Rohrstück mit einer seitlichen Öffnung, an der sich eine Klappe befindet. Diese Klappe funktioniert ähnlich wie eine Weiche. Öffnet man sie, wird das Regenwasser im Rohr zum Fass hin umgeleitet. Im geschlossenen Zustand fließt es hingegen in die Kanalisation ab.

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Steht die offene Regentonne direkt am Regenfallrohr reicht es meistens schon, die Klappe zu öffnen. Eine weitere Rohrverbindung ist nicht nötig. Allerdings bedeutet das auch, das Schmutz ungehindert ins Wasser gelangen kann. Sinnvoller ist daher die Verwendung einer Tonne mit Deckel, in dem sich eine Einfüllöffnung befindet. Dann müssen Rohre installiert werden, die den Regensammler mit der Öffnung verbinden. Das gilt ebenso bei der Verwendung eines IBCs. Empfehlenswert ist darüber hinaus auch der Einsatz eines Regendiebs mit integriertem Filter. Er verhindert zuverlässig den Eintrag von Schmutz ins Wasser bzw. ins Regenfass. Sowohl die einfach als auch die etwas komplexere Variante eines Regendiebs sollten von einem Fachmann im Fallrohr eingebaut werden. Dabei muss nämlich ein Teilstück aus dem Rohr herausgeschnitten werden, was eine gewisse Erfahrung erfordert.

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Clevere Alternativen zur klassischen Regentonne

Ein Regenfass ist für die Regenwassernutzung unerlässlich, hat aber auch zwei gravierende Nachteile: Meistens sieht es nicht besonders gut aus, außerdem nimmt es durch seine bauchige Form relativ viel Platz ein. Eine Alternative dazu kann ein sogenannter Wandtank sein. Dabei handelt es sich um einen meist rechteckigen Tank aus hochwertigem Kunststoff, der direkt an einer Wand platziert werden kann. Mit einer Tiefe von rund 40 Zentimetern reicht er nicht allzu weit in den Raum. Sein Fassungsvermögen entspricht häufig dem der Tonne oder übersteigt es sogar. Die Wasserentnahme erfolgt praktischerweise über einen integrierten Auslaufhahn. Wer einen besonderen Wert auf das Aussehen einer Regentonne legt, sollte sich für eine Designertonne entscheiden. Diese gibt es in unterschiedlichen, optisch beeindruckenden Ausführungen. Gerade in der unmittelbaren Nähe eines Gebäudes ist eine ansprechende Optik bekanntlich Gold wert. Wer ein Regenfass aufstellen möchte, hat damit also zwei kluge Alternativen zu den herkömmlichen Lösungen. Die Regenwassernutzung und damit die Bewässerung des Gartens klappen damit genauso gut. Das Aufstellen selbst ist kein großes Problem und erfordert weder Erfahrung noch handwerkliches Geschick. Zwar kosten diese Varianten etwas mehr als althergebrachte Fässer. Sie machen dafür aber auch viel mehr Freude und nehmen in der Regel weniger Platz weg. Kurzum: Sie sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch noch enorm praktisch.