Startseite | IBC im Garten | Regenwasser sammeln und richtig nutzen
© Goodpics – stock.adobe.com

Regenwasser sammeln und richtig nutzen

Regenwasser ist geradezu ideal, um damit die Pflanzen im Garten zu gießen. Es zu sammeln macht schon allein aus ökologischen Gründen Sinn und schont auch noch den eigenen Geldbeutel. Wie aber sieht die optimale Regenwassernutzung aus? Eine Antwort auf diese Frage und viele weitere Infos rund um die Themen Wasser sammeln und Gartenbewässerung finden Sie hier.

Wasser ist kostbar

Auch wenn es in unseren Breiten meistens anders aussieht, ist Süßwasser nicht unbegrenzt verfügbar. Ein paar besonders heiße Wochen im Sommer reichen meistens schon, um zu verdeutlichen, dass es Grenzen gibt. Da macht es natürlich Sinn, möglichst pfleglich, umsichtig und sparsam mit dem wertvollen Nass umzugehen. Regenwasser zu sammeln ist in diesem Zusammenhang eine besonders sinnvolle Maßnahme – vor allem dann natürlich, wenn man es zur Bewässerung des eigenen Gartens nutzt. Die Idee dahinter ist uralt. Schon in der Antike fingen die Menschen den Regen auf, um sich einen Wasservorrat für sich, ihre Tiere und auch ihre Felder anzulegen. Als Wasserspeicher bzw. Wassertank dienten dabei meist unterirdische Zisternen. Heute muss niemand mehr aufwendig eine Zisterne in seinem Garten bauen, um Regen aufzufangen und zu lagern. Es gibt einfachere und clevere Alternativen, die vom klassischen Regenfass über IBC Container bis zum Erdtank reichen. Eines gilt allerdings heute wie damals: Es muss regnen – wenigstens ab und zu.

350l Regenspeicher STONE 2in1 mit Pflanzschale

Gartenbewässerung mit Regenwasser: Die Vorteile

Regenwasser zu sammeln, bringt jede Menge Vorteile mit sich. Da wäre zunächst einmal der Umstand, dass Regen die perfekte Flüssigkeit für Pflanzen aller Art ist. Im Gegensatz zu Leitungs- und Brunnenwasser ist er nämlich ausgesprochen weich und praktisch frei von Kalk. Genau das lieben Pflanzen. Sie gedeihen mit dieser natürlichen Wasserversorgung einfach besser. Regen, der vom Himmel fällt, ist zudem absolut kostenlos. Es fallen dafür keine Wassergebühren an. Viele Gartenbesitzer wissen: im Sommer können die Bewässerungskosten schon mal explodieren. Gerade dann benötigen alle Pflanzen nämlich ausgesprochen viel Wasser. Nutzt man hingegen teilweise oder ausschließlich den gesammelten Regen zum Gießen, sinken die Kosten meist dramatisch. Man spart also bares Geld. Der dritte große Vorteil bei der Regenwassernutzung hat mit Ökologie und Umweltschutz zu tun. Regen bzw. überhaupt Wasser zu sammeln, schont unsere natürlichen Ressourcen. Und das ist dann ein ausgesprochen wichtiger Beitrag zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen.

Die Nutzung von Regenwasser spart Geld und ist gut für die Umwelt
© Cozine – stock.adobe.com

Regenwasser richtig sammeln und lagern

Regentropfen aufzufangen ist eigentlich kinderleicht. Man stellt einfach ein offenes Gefäß auf und wartet, bis es von den Tropfen gefüllt wird. Dumm nur, dass man dabei im wahrsten Sinne des Wortes lange warten muss. So einfach diese Methode ist, so wenig effektiv ist sie auch. Das Problem dabei ist die viel zu geringe Fläche praktisch jeden Gefäßes. Regen fällt bekanntlich nicht als breiter Strahl, sondern in relativ kleinen, einzelnen Tropfen zu Boden, zwischen denen dann auch noch relativ große Abstände liegen. Will man viel oder zumindest ausreichend Regenwasser sammeln, braucht es daher eine möglichst große Fläche, auf der die Tropfen auftreffen können. Dächer sind so eine Fläche. Da sie meistens auch noch geneigt sind, lässt sich der gesammelt Regen darüber hinaus gut ableiten – die Flüssigkeit folgt nämlich einfach der Schwerkraft. Nach wie vor gilt deshalb, dass die perfekte Regensammlung über ein Dach erfolgt. Von dort fließt das Nass in die Dachrinne. Die Dachrinne wiederum leitet es in ein senkrecht verlaufendes Fallrohr – und dieses wiederum lässt sich mittels eines Regensammlers oder Regendiebs anzapfen.

IBC Cover UV-Schutz Folie mit Lochauschnitt in SchwarzDer erste Schritt in Sachen Regenwassernutzung wäre damit getan. Aber natürlich muss das aus dem Fallrohr geleitete Wasser irgendwo hin und gelagert werden. Dazu wird seit einer halben Ewigkeit häufig ein Regenfass genutzt. Es steht meist offen direkt am Fallrohr und kann bis zu 200 Liter aufnehmen. Auch wenn sich diese Menge nach viel anhört, ist dennoch relativ klein. Eindeutig mehr Fassungsvermögen bieten da IBC Container, die je nach Ausführung locker bis zu 1200 Liter oder mehr aufnehmen können. Und wem das immer noch nicht genug ist, kann sich einen Erdtank anlegen, der im Gartenboden vergraben wird. Dann ist auch ein Fassungsvermögen von 3000 Litern möglich. Egal für welchen Lagerbehälter bzw. Wassertank man sich auch entscheidet – es kommt auch darauf an, wie der Regen darin gelagert wird.

Damit das Nass vom Himmel für die Bewässerung möglichst lange frisch und frei von Algen bleibt, sollte der Tank möglichst nicht in der Sonne stehen und überhaupt vor Licht geschützt werden. Bei einem Erdtank muss man sich über diese Punkte keine Gedanken machen. Für IBCs wiederum gibt es praktische Schutzhüllen oder Thermohauben, die einfach übergestülpt werden und vor Hitze und UV-Strahlen bewahren.

Mit Regenwassernutzung die Gartenbewässerung optimal gestalten
© dima_pics – stock.adobe.com

Die Gartenbewässerung optimal gestalten

Regenwasser zu sammeln ist das Eine, es dann aber auch optimal für die Bewässerung der Pflanzen zu verwenden ist noch einmal etwas ganz Anderes. Gerade im Sommer wird es normalerweise relativ wenig regnen. Da tut man gut daran, die gesammelten Vorräte möglichst sparsam und effizient zu verwenden. Pflanzen großflächig mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch zu gießen ist das genaue Gegenteil von effektiv. Hier kommt es zu sehr hohen Streuverlusten und damit auch zu einer Wasserverschwendung. Viel besser ist deshalb der Aufbau eines Bewässerungssystems, das nach dem Prinzip der Tröpfchenbewässerung funktioniert. Das Wasser wird hier vom Tank über Schläuche oder Rohre direkt zu den einzelnen Pflanzen geleitet und dann tröpfchenweise im Wurzelbereich abgegeben. Es versteht sich von selbst, dass diese Variante nicht nur äußerst zielgenau, sondern auch extrem sparsam ist. Zugegeben, der Aufbau des Systems im Garten macht Arbeit und kostet etwas. Die Mühe lohnt sich aber. Regenwasser zu sammeln und es dann mittels eines Bewässerungssystems wieder abzugeben ist definitiv die perfekte Form der Regenwassernutzung im Garten. Ihre Pflanzen, Ihr Geldbeutel und die Umwelt freuen sich garantiert darüber.