Startseite | IBC im Garten | Tauchpumpen im Einsatz
© Nik / Fotolia.com

Tauchpumpen im Einsatz

«Pumpensysteme für die Frischwasserzufuhr»

Wenn es darum geht, Frischwasser aus Zisternen oder Behältern dem Kreislauf zuzuführen, dann erweist sich eine sogenannte Tauchpumpe als ideale Lösung. Diese Pumpenart leistet je nach Ausführung ebenso gute Dienste, wenn verschmutztes Wasser abgepumpt werden muss. Mehr dazu erfahren Sie gleich hier.

Wasserpumpen

Pumpen sind nicht nur eine relativ alte Erfindung, sondern längst Standard in unserem Zuhause. Allein die Heizung, die Waschmaschine und der Geschirrspüler setzen die Marke zumeist auf mindestens 3 Pumpen pro Haushalt. War früher zum Betrieb einer Pumpe noch reichlich Muskelkraft vonnöten, machen einem elektrische Geräte das Leben heute wesentlich leichter – erst recht, wenn sie besonders leistungsstark sind. Kein Wunder also, dass auch viele Hobbygärtner längst nicht mehr darauf verzichten wollen. Ein gewisses Schattendasein fristen dabei allerdings immer noch die sogenannten Tauchpumpen. Sie kommen meist erst dann zum Einsatz, wenn zuvor etwas gründlich schiefgelaufen ist. So sind sie praktisch die einzigen Geräte, mit denen sich Schmutzwasser wirklich effektiv entfernen lässt. Allerdings sei gesagt, dass nicht jedes Modell dafür ausgelegt ist. Ansonsten stellen Tauchpumpen eine schnelle und einfache Möglichkeit dar,  um Wasser für die Hausnutzung zu fördern, was diese Geräte außerordentlich vielfältig macht.

Wasser in einer Baugrube
© lainen / Fotolia.com

Was genau versteht man eigentlich unter einer Tauchpumpe?

Der Name deutet es bereits an: Es handelt sich dabei um einen Pumpentyp, der komplett in die zu fördernde Flüssigkeit eingetaucht wird. Während bei anderen Pumpen lediglich ein Ansaugschlauch in die Flüssigkeit geleitet wird, die Pumpe selbst aber nicht darin landet, ist bei dieser Variante der gesamte Pumpenkorpus von Wasser umschlossen. Der große Vorteil dabei: Behältnisse, Teiche und Räumlichkeiten lassen sich auf dieses Weise bis zum letzten Tropfen abpumpen. Nicht umsonst kommen große, starke Tauchpumpen bei der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz zum Einsatz. Rückt die Feuerwehr beispielsweise an, um nach einem Starkregenereignis einen vollgelaufenen Keller wieder leer zu pumpen, wird dieses Schmutzwasser mittel Tauchpumpe entfernt. Sie gehört damit zur Standardausrüstung der allermeisten Wehren in Europa und den USA. Damit sie auch funktioniert, sind allerdings einige Voraussetzungen nötig. Dazu gehört vor allem ein sehr stabiles Gehäuse. Da sie meistens mit einem elektrischen Motor betrieben wird, müssen alle stromführenden Komponenten außerdem absolut wasserdicht verbaut sein. Die größte Rolle spielt allerdings die Motorstärke und damit die Leistungskraft. Moderne Schmutzwasserpumpen schaffen je nach Motorisierung eine Leistung von 100 bis zu 2200 Litern pro Minute. Bei Letzteren handelt es sich allerdings definitiv um Hochleistungsgeräte für den professionellen Einsatz.

Wie funktioniert so ein Gerät überhaupt?

Eine moderne Tauchpumpe arbeitet heute in den allermeisten Fällen nach dem Prinzip einer Kreiselpumpe. Die am weitesten verbreitete Radialkreiselpumpe nutzt einen sich schnell drehenden Kreisel und beschleunigt damit die Flüssigkeit, in der sie platziert worden ist. Dadurch entstehen hohe Fliehkräfte, die die Flüssigkeit an den Seiten nach oben treiben.

Tauchpumpe flachabsaugend mit Schwimmer (230V)

Um das besser verstehen zu können, stellt man sich einfach ein halb gefülltes Glas vor. Rührt man die darin enthaltene Flüssigkeit mit einem Löffel durch schnelle Bewegungen um, steigt sie am Glasrand automatisch nach oben. Hätte das Glas im oberen Bereich eine seitliche Öffnung, könnte die Flüssigkeit auf diesem Weg bequem abfließen. Der Vorgang in einer Kreiselpumpe gestaltet sich zwar etwas komplexer, beruht aber letztlich genau auf diesem Prinzip. Statt einer einfachen Öffnung ist zusätzlich ein Schlauch untergebracht, in den die Flüssigkeit förmlich hineingetrieben wird. Dabei gibt es natürlich einen Zusammenhang zwischen der Motorstärke und der Förderhöhe. Es gilt: Umso größer die Förderhöhe ist, desto stärker muss auch der Motor sein, damit das Ganze auch wirklich funktioniert. Nicht alle Tauchpumpen eignen sich damit für jeden Einsatzzweck.

Entscheidend ist stets die Höhe, die überwunden werden muss, um die Flüssigkeit nach oben befördern zu können.

Schmutzwasser und Tauchpumpe: Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten

Typischerweise findet die Tauchpumpe im Rahmen der heimischen Bewässerung Anwendung und sorgt für effektive Wasserförderung. Im Normalfall handelt es sich hierbei auch um die gängige Verwendung, bei der praktisch jedes Modell hergenommen werden kann. Natürlich unterscheiden sich einzelne Produkte in ihrer Leistungsfähigkeit und bieten sich für unterschiedliche Fördermengen an.

Wasser, das aus einem überfluteten Keller ausgepumpt wird
© Gina Sanders / Fotolia.com

Im Extremfall kann dieser Pumpentyp eventuell noch anderweitig eingesetzt werden. Es ist ganz schnell passiert: Eine schadhafte Dichtung an der Waschmaschine – und der Keller läuft voll. Dann stellt sich natürlich die Frage, wie man den Raum oder die Räumlichkeiten wieder trocken kriegt. In einem ersten Schritt muss das schmutzige Wasser entfernt werden. Mit Eimer und Lappen kommt man da meistens nicht weit. Vor allem bei größeren Mengen müssen stärkere Geschütze aufgefahren werden. Eine Schmutzwasserpumpe muss her. Tatsächlich ist ein Wasserschaden ein häufiger Einsatzgrund für diesen Pumpentyp. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Wassereinbruch durch ein defektes Gerät, einen Rohrbruch oder durch eine Überschwemmung von außen erfolgt ist. Gerade die immer häufiger auftretenden Starkregenereignisse führen zunehmend zu wahren Überflutungen von Kellerräumen. Die Besitzer einer derartigen Pumpe können sich dann schnell selbst weiterhelfen und müssen nicht erst auf das Eintreffen der Feuerwehr warten. Wer Schmutzwasser abpumpen muss, kommt um dieses Gerät nicht herum.

Zudem findet dieser Pumpentyp  im Garten und in der Landwirtschaft Verwendung. Beispiel Gartenteich: Der muss in der Regel regelmäßig gesäubert werden. Das geht natürlich deutlich einfacher, wenn er zuvor komplett entleert worden ist. So mancher Teich ist zudem mit einer festen Schale aus Kunststoff ausgestattet, die im Winter bei gefrierendem Wasser erheblich Schaden nehmen könnte. Eine Entleerung dient da dem Materialschutz. Auch in diesen Fällen ist man mit einer Tauchpumpe bestens bedient. Sie ist förmlich dafür geschaffen einen Teich möglichst schnell und bequem zu leeren.

Gartenteich
© Cornelia Kalkhoff / Fotolia.com

Aber Achtung: Nicht jede Tauchpumpe kann verwendet werden, um große verschmutzte Wassermengen abzupumpen. Es bedarf hier bestimmte, besonders leistungsstarke Ausführungen. Einige Varianten hingegen sind allein für die Förderung von Brauch- und Trinkwasser gedacht.

Worauf man beim Kauf einer derartigen Pumpe achten sollte

Beim Kauf einer Tauchpumpe muss unbedingt die Leistungsstärke beachtet werden. Die steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Verwendungszweck und damit, ob man die Pumpe nur für die Wasserförderung oder auch für das Abpumpen von Schmutzwasser verwenden kann. Wichtig dabei ist insbesondere die Förderhöhe im Blick zu haben. Jedes Gerät verfügt meist schon auf der Verpackung über diesbezügliche Hinweise. Wichtig ist auch, den Durchmesser, den der Pumpenkorpus hat, ist beachten. Soll die Pumpe in einer Zisterne, einem Brunnen oder einem anderen Gefäß versenkt werden, muss der Korpus natürlich durch die jeweiligen Öffnungen passen. Vorheriges Messen ist da unabdingbar.