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Was kostet eine Zisterne im Garten?

Eine Zisterne ist für so manchen Gartenbesitzer immer noch das ideale Wasserreservoir. Schnell entsteht dann die Idee, sich so einen unterirdischen Tank zu Beispiel für die Regenwassernutzung zu bauen. Was aber kostet eine Zisterne im heimischen Garten überhaupt, wenn sie künstlich angelegt wird? Die Antwort auf diese Frage und warum ein oberirdischer IBC Container womöglich die bessere Lösung ist, können Sie hier nachlesen.

Wofür heute noch altertümliche Zisternen?

Typischerweise sind Zisternen über Jahrtausende hinweg entweder natürliche oder aus Stein gemauerte Anlagen gewesen. Sie dienten im Altertum dazu, Wasser kühl und vor Licht geschützt zu lagern, um auch längere Trockenphasen problemlos überstehen zu können. Auch heute noch können Zisternen in manchen Gegenden der Welt einen wichtigen Beitrag für eine geregelte Versorgung mit Brauch- und Trinkwasser leisten. In unseren Breiten jedoch ist das in der Regel nicht nötig. Eine Zisterne eignet sich jedoch hervorragend dafür, um darin beispielsweise Regenwasser zu sammeln und mit dem dann den Garten zu gießen. Dafür muss sie allerdings künstlich angelegt werden. Dies erreicht man in den allermeisten Fällen dadurch, indem ein großer Tank aus Kunststoff oder Beton vergraben wird. Klar, dass damit nicht nur ein erheblicher Aufwand, sondern auch jede Menge Kosten verbunden sind. Wie hoch diese genau sind, hängt von diversen Faktoren ab. Jeder kann sich allerdings denken, dass ein überirdischer IBC Container als Regenwassertank deutlich günstiger kommt.

Eine typische Zisterne, die an das Haus angeschlossen ist
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Eine Frage des Geldes: Was kostet eine Zisterne?

Die Kosten für einen Zisternenbau bzw. -einbau setzen sich aus drei unterschiedlichen Faktoren zusammen. Da wäre zunächst einmal der Tank zu nennen, der vergraben werden soll. Dafür eignen sich entweder große, zylinderförmige Kunststofftanks oder Betontanks, die meistens jedoch nicht aus einem Stück bestehen, sondern aus mehreren Betonringen zusammengesetzt werden. Die Kosten für diese zentralen Bauteile hängen zunächst einmal von der Größe bzw. dem Fassungsvermögen ab. Hier gibt es nahezu unendlich viele Möglichkeiten. Entsprechend groß sind auch die Preisspannen. Man kann erfahrungsgemäß jedoch davon ausgehen, dass für den Tank alleine zwischen 500 und 1000 Euro auf den Tisch gelegt werden müssen.

IBCs und Regentonnen zur Bewässerung
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Der zweite Kostenpunkt beim Zisternenbau ist das Loch, das dafür nötig ist. Zwar lässt es sich auch mit einer Hand aus- und später wieder zuschaufeln, jedoch ist das meist ein wahrer Gewaltakt. Empfehlenswerter ist da auf jeden Fall ein Minibagger. Der kann für circa 100 Euro pro Tag bei vielen Baumärkten gemietet werden. Alternativ lassen sich die kompletten Bauarbeiten natürlich gleich an ein Bauunternehmen übertragen. Je nach Aufwand muss man dann mit Preisen von 250 bis 350 Euro rechnen, bis der Tank komplett vergraben ist.

Tauchpumpe flachabsaugend mit Schwimmer (230V)

Schlussendlich fällt als dritter Kostenpunkt auch noch jede Menge Zubehör an. Dazu gehören vor allem Zu- und Ableitungen zum unterirdisch verbauten Tank. Das Regenwasser muss schließlich irgendwie in die Zisterne gelangen können, um es dort zu sammeln. Umgekehrt muss es auch wieder nach oben geholt werden.

Das geht meist nicht ohne elektrische Pumpe. Insgesamt kann man davon ausgehen, dass sich diese Zusatzkosten noch einmal auf circa 300 bis 350 Euro summieren. Alles in allem kommen so Gesamtkosten von mindestens 1050 Euro zusammen. Die Preise können natürlich von Region zu Region und von Unternehmen zu Unternehmen erheblich differieren. Es empfiehlt sich deshalb dringend, vorab mehrere bindende Angebote einzuholen und genau zu vergleichen.

Einen IBC Container vergraben ist nicht sinnvoll!

So manch einer könnte nun natürlich auf die Idee kommen, statt einem klassischen Zisternentank einfach einen IBC als Zisterne zu nutzen. IBCs einfach zu vergraben ist jedoch keine besonders gute Idee. Der Kontakt mit dem Erdreich bzw. der Druck, der von den Erdmassen ausgeht, kann erhebliche Schäden an der Tankblase anrichten. Sollen IBCs unterirdisch platziert werden, muss auf jeden Fall ein Abstand zu den Erdwänden bestehen. Es muss folglich ein regelrechter Schacht geschaffen werden. Außerdem gilt es, die Wände zu befestigen. Und als ob das noch nicht reichen würde, braucht es auch noch einen möglichst stabilen Deckel, der die gesamte Konstruktion sicher abdeckt, aber jederzeit Zugang gewährt. In den meisten Fällen werden für eine derartige Tiefbaumaßnahme fachkundige Handwerker benötigt, da es dabei in ganz erheblichem Maße auch um Fragen der Statik und Stabilität geht. Abgesehen von der relativ preisgünstigen Anschaffung eines gebrauchten IBCs dürften dafür Kosten in Höhe von mindestens 300 bis 500 Euro anfallen.

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Regenwassernutzung geht auch deutlich günstiger

Bevor sich jemand die Frage stellt: Was kostet eine Zisterne, ist es meist sinnvoller, sich zu fragen, ob es überhaupt unbedingt ein unterirdischer Wasserspeicher sein muss. Tatsächlich lässt sich nämlich aus einem IBC Container sehr leicht und vor allem sehr kostengünstig ganz schnell ein oberirdischer Regenwassertank machen. Eventuelle Nachteile können leicht ausgeglichen werden. Da ist zum Beispiel der Lichtschutz, ein Thema, bei dem ein unterirdischer Tank natürlich punktet. Mit einer einfachen Schutzhülle, die passgenau über den oberirdischen Tank gestülpt werden kann, lassen sich rund 90 Prozent der UV-Strahlen sicher vom Inhalt des Tanks fernhalten und geben Ihm einen seriösen dunkelgrünen Anstrich. Gleichzeitig wird auf dieses Weise das zu starke Aufheizen des Wassers verhindert. Zugegeben, diese Vorteile entsprechen nicht zu 100 Prozent denen, die durch eine unterirdische Variante erzielt werden können, jedoch sind sie mehr als nur annehmbar – vor allem angesichts der ansonsten entstehenden Kosten und des erheblichen Aufwands. Oberirdische IBCs sind deshalb eine clevere Alternative zur klassischen Zisterne. Sie haben zumindest annähernd deren Funktionalität und erlauben ein viel flexibleres Handeln. Kurzum: Es lohnt sich über diese Alternative mal etwas intensiver nachzudenken.