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Regentonne
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Wassercontainer: Regentonne, Regentank oder IBC?

« Wie wollen Sie Ihr Wasser speichern? »

Die Möglichkeiten, Wasser zu lagern bzw. zu speichern sind vielfältig geworden. Da gibt es die geradezu klassische Regentonne, den mit einer deutlich höheren Funktionalität ausgestatteten Regentank oder auch den enorm funktionalen Intermediate Bulk Container (IBC). Schnell drängt sich da die Frage auf, was die einzelnen Behältnisse ausmacht und für welches man sich entscheiden soll. Informationen dazu und eine kleine Entscheidungshilfe erhalten Sie hier.

Regen sammeln

Wasser ist hier bei uns in Mitteleuropa nahezu immer verfügbar. Man muss einfach nur den Hahn aufdrehen und schon läuft es. Was aber, wenn ich als Gartenbesitzer beispielsweise Regenwasser zum Gießen der Pflanzen nutzen möchte. Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als Regen Tropfen für Tropfen zu sammeln und ihn zwischenzulagern. Wenn es aber ums Lagern bzw. Speichern geht, funktioniert das nicht ohne einen passenden Behälter. Man könnte auch von einem Wassercontainer sprechen. Der muss eine entsprechend große Mindestmenge aufnehmen können, selbstverständlich dicht sein und es ermöglichen, das gesammelte, gespeicherte Regenwasser wieder problemlos zu entnehmen.

Mann gießt seinen Garten, nebendran ein kleines Kind
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Für dieses Aufgabenspektrum kommen im Wesentlichen drei Wassercontainer in Frage, nämlich die Regentonne, der Regentank und der IBC. Alle drei haben Vor- und Nachteile. Für welchen Behälter man sich schlussendlich entscheidet, hängt vor allem von den persönlichen Umständen ab. Es gilt Wassercontainer ist nicht gleich Wassercontainer. Deshalb tut man gut daran, sich etwas näher mit den Behältnissen auseinanderzusetzen und sie auf die Tauglichkeit für den eigenen Bedarf hin abzuklopfen.

Das Regenfass: Der Klassiker bei der Regenwassernutzung

Das Regenfass war über lange Zeit hinweg so etwas wie der Standard, wenn es darum ging Regenwasser zu sammeln und zu speichern. Kein Wunder: Ein unkomplizierterer Wassertank lässt sich kaum denken. Man stellt die oben offene Tonne einfach direkt an das Fallrohr an der Hausecke und lässt über den im Rohr integrierten Regendieb das Nass einfach in das Fass fließen. Entnommen wird es dann einfach dadurch, indem man es mit der Gießkanne wieder herausholt. Das Ganze ist eine simple, aber durchaus praktikable Lösung. Allerdings tun sich dabei auch sehr schnell Grenzen auf. Da wäre zum Beispiel das relativ geringe Fassungsvermögen zu nennen. Herkömmliche Tonnen sind meist nur in der Lage, etwa 200 Liter aufzunehmen. 200 Liter entsprechen dann in etwa 20 Gießkannen.

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Für die Bewässerung eines großen Gartens ist das allerdings in der Regel nicht ausreichend. Das klassische Fass verfügt außerdem über keinerlei Anschlussmöglichkeiten, was es stark von einem modernen Wassercontainer unterscheidet. Es ist also nicht möglich, einen Schlauch direkt anzuschließen und so die Bewässerung zu vereinfachen. Die Möglichkeit, Wasser zu entnehmen, bleibt sehr beschränkt. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass es mittlerweile bereits Varianten gibt, die über einen Auslaufhahn verfügen. Bei diesen drängt sich allerdings die Frage auf, ob sie unabhängig von ihrer Form noch in die Kategorie Tonne gehören oder nicht schon als Tank bezeichnet werden müssten.

Herkömmliche Regentonne
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Der Regentank: Funktionalität und Design im Einklang

Ein Fass bleibt ein Fass. In der Weiterentwicklung hin zum Tank, verändert es hingegen die Form. Klar, es gibt noch die typische Tonne, jedoch kann der Tank auch quaderförmig sein oder als überdimensionierte Amphore daherkommen. Während das Fass weitgehend unansehnlich ist, sind Tanks häufig in ansprechenden Designs gehalten. Damit überzeugen diese optisch mehr als die Konkurrenten. Zum Design gesellt sich eine hohe Funktionalität. Selbstverständlich ist die Wasserentnahme über einen Auslaufhahn möglich. An diesen lässt sich dann auch problemlos ein Gartenschlauch anschließen – gerne auch in Kombination mit einer Gartenpumpe. Das Fassungsvermögen so eines Tanks übersteigt in der Regel das des Fasses. Im Schnitt bewegt es sich zwischen 300 und 400 Litern. Gefertigt wird der Tank meist aus einem sehr robusten Kunststoff, der Wind und Wetter locker standhält. Diese Vorteile gegenüber der Tonne haben allerdings auch ihren Preis. In der Regel ist der Tank nämlich deutlich teurer als eine Regentonne.

300l Design-Regentonne 2in1 Wasserbehälter mit Pflanzschale

Der IBC Container: Die hochfunktionale Lösung

Um Wasser auch in großen Mengen zu speichern, bietet sich ein IBC geradezu an. Hierbei handelt es sich tatsächlich um einen Wassercontainer. Er bietet ein relativ großes Fassungsvermögen ab 600 Litern aufwärts und lässt sich zudem sehr einfach bedienen. Die Wasserentnahme erfolgt grundsätzlich über den integrierten Auslaufhahn, der sich natürlich auch für den Anschluss eines Schlauchs eignet. Darüber hinaus lässt sich dieser spezielle Wassercontainer dank Europalette und Gitterbox auch sehr leicht transportieren. Der Kunststoff aus dem die Tankblase hergestellt wird, ist ebenfalls äußerst robust und hält auch extremen Wetterbedingungen stand. Kurzum: Ein IBC ist eigentlich die perfekte Lösung für die Regenwassernutzung. Schade nur, dass man erhebliche Abstriche bei der Optik machen muss. IBCs sind Industriedesign pur. Ästhetik sieht jedenfalls definitiv anders aus.

1000l IBC Regenwassertank mit 80m² Fallrohrautomat + Schwanenhals

Welcher Wassertank bzw. Wassercontainer ist nun der Richtige?

Wer nur einen kleinen Garten hat, ist sicherlich mit einer Regentonne gut bedient. Sie ist günstig in der Anschaffung und lässt sich einfach nutzen. Abstriche muss man allerdings bei der Optik machen. Ein Regentank hingegen wird durchaus ästhetischen Ansprüchen gerecht, bietet ein größeres Fassungsvermögen und einen hohen Bedienkomfort. Wer auch sonst in seinem Garten Wert auf Optik und ein gewisses Niveau in der Gestaltung legt, sollte folglich auf den Tank zurückgreifen.

400l Wandtank ROCKY Deko-Regenspeicher Steinoptik

Der IBC als klassischer Wassercontainer bietet sich vor allem für große Gärten an. Er ist in der Lage, größere Mengen an Wasser zu speichern. Diese können dann auch noch sehr leicht entnommen werden. Ästheten werden mit ihm allerdings nicht glücklich. Das kalte, auf Funktionalität ausgerichtete Design ist jedenfalls alles andere als eine Augenweide.