« Qualität von Wasser und Lagergut bewahren »
Der IBC-Container ist mittlerweile nicht mehr nur in Industrie und Gewerbe bekannt. Auch im privaten Umfeld erfreut er sich großer Beliebtheit. Sind die Gebinde jeden Tag Wind, Wetter und Sonneneinstrahlung ausgesetzt, kann ein zusätzlicher Schutz sinnvoll sein, um das Lagergut vor bestimmten äußeren Einflüssen abzuschirmen. Von einer einfachen Schutzhaube bis zum Thermoschutz gibt es unterschiedliche Lösungen für verschiedene Anwendungen und Füllgüter. Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Schutzhüllen vor und erklären deren Anwendung.
Der IBC – flexibel und vielseitig
IBC-Container wurden ursprünglich entwickelt, um im gewerblichen Bereich den Umgang mit Flüssigkeiten und rieselfähigen Feststoffen einfach, sicher und effizient zu gestalten. Hierfür bringt der modulare Aufbau aus Tankblase, Gitterbox und Transportpalette geeignete Voraussetzungen mit. Auch die standardisierten Maße, die unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten und die für den jeweiligen Behälter ausgewiesene Belastbarkeit machen die Gebinde vielseitig einsetzbar. Aus den unterschiedlichen Nutzungsformen ergeben sich jedoch individuelle Anforderungen an das Großgebinde. Viele davon kann der Tank aufgrund seiner Konstruktion und der verwendeten Materialien abdecken. Die Kunststoffinnenblase besitzt eine geschlossene Oberfläche, die sich vergleichsweise gut reinigen lässt. Ob Rückstände des Lagerguts vollständig entfernt werden können und der Behälter anschließend für ein anderes Füllgut geeignet ist, hängt jedoch vom zuvor gelagerten Stoff, vom Material und vom Reinigungsverfahren ab. Darüber hinaus bestehen Beanspruchungen, bei denen ergänzende Schutzmaßnahmen sinnvoll oder erforderlich sind.
Einsatzbereiche mit erhöhtem Schutzbedarf
Die Lagerung oder der Transport sensibler Lagergüter kann es erforderlich machen, den Tank mit einer ergänzenden Schutzhülle zu versehen. Dies kann beispielsweise im Bereich der lebensmittelverarbeitenden Industrie der Fall sein. In dieser Branche werden auch Güter verarbeitet, deren Eigenschaften sich bei Temperaturschwankungen oder Lichteinwirkung verändern können. Ähnlich sieht es in der chemischen Industrie aus. Aber selbst bei der Lagerung von Wasser können Licht, Temperatur und Verschmutzungen eine Rolle spielen.
Anforderungen und passende Schutzhaube
Betrachtet man die konkreten Beanspruchungen des Tanks genauer, wird deutlich, wie hilfreich eine Schutzhülle oder eine Schutzhaube sein kann. Häufig soll durch eine Schutzhaube der Einfall von Sonnenlicht auf die Tankblase reduziert werden. Denn abhängig von Material und Ausführung kann die Tankblase für Teile des Lichtspektrums durchlässig sein. Licht und UV-Strahlung können die Eigenschaften bestimmter Lagergüter beeinflussen. Eine dafür vorgesehene Schutzhaube deckt die Tankflächen ab und verringert abhängig von Material, Verarbeitung und korrektem Sitz den Lichteinfall. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers zur Licht- und UV-Beständigkeit. Geeignete Hauben verfügen zudem über Öffnungen und Aussparungen, sodass die Armaturen des Containers auch dann bedient und erreicht werden können, wenn die Schutzhülle über das Gebinde gezogen wurde.
Was kann ohne Schutzhaube gegen Lichteinfall passieren?
Wird Wasser in einem IBC-Container im Freien gelagert, können sich seine Eigenschaften im Laufe der Zeit verändern. Lichteinfall kann in Verbindung mit Wärme, Nährstoffen und vorhandenen Mikroorganismen das Wachstum von Algen und die Bildung eines Biofilms begünstigen. Wie schnell solche Veränderungen auftreten, hängt unter anderem von Wasserqualität, Temperatur, Lichtmenge, Verschmutzungen, Lagerdauer und Reinigung des Behälters ab. Eine lichtreduzierende Schutzhaube kann einen dieser Einflussfaktoren verringern, ersetzt jedoch nicht die regelmäßige Kontrolle und Reinigung von Tank, Wasser und Anschlüssen.
Den Container auch im Winter nutzen
Bei ganzjährig eingesetzten Tanks, die in unbeheizten Räumen oder unter freiem Himmel aufgestellt werden, können isolierende Schutzhauben den Wärmeverlust verlangsamen. Auch für diesen Zweck gibt es spezielle IBC Schutzhauben. Sie umschließen abhängig von ihrer Ausführung die Seitenflächen, die Oberseite und teilweise auch den Boden des Tanks. Eine passive Isolierhaube kann jedoch nicht unter allen Bedingungen verhindern, dass Wasser bei länger anhaltenden Minustemperaturen gefriert. Ob ein IBC im Winter gefüllt betrieben werden kann, hängt von Außentemperatur, Dauer der Frostperiode, Füllstand, Isolierleistung und gegebenenfalls einer zusätzlichen Beheizung ab.
Schäden durch Einfrieren des IBCs
Gefriert Wasser im Container oder in den angeschlossenen Leitungen und Armaturen, kann dies die Funktionalität des Zu- und Ablaufs beeinträchtigen. Da sich Wasser beim Gefrieren ausdehnt, besteht darüber hinaus die Gefahr, dass Tankblase, Leitungen, Verschlüsse oder Auslaufarmaturen beschädigt werden. Eine Isolierhaube kann die Abkühlung verlangsamen. Bei länger anhaltenden Minustemperaturen können jedoch zusätzliche Maßnahmen wie Entleerung, frostfreie Aufstellung oder eine dafür geeignete Beheizung erforderlich sein.
Thermoschutz
Noch einen Schritt weiter als eine einfache Isolierhaube geht ein Thermoschutz mit zusätzlicher Heizfunktion. Er kann dazu eingesetzt werden, den Wärmeverlust zu begrenzen oder das Lagergut innerhalb eines vorgesehenen Temperaturbereichs zu halten. Dafür muss die Lösung hinsichtlich Heizleistung, Dämmung, Tankvolumen, Ausgangstemperatur und Umgebungstemperatur passend dimensioniert werden. Modelle mit Heizelementen können die Tankblase beziehungsweise das Füllgut erwärmen. Ob eine bestimmte Temperatur erreicht und gehalten wird, hängt von der technischen Ausführung, der eingestellten Leistung und den Einsatzbedingungen ab. Die Herstellerangaben zum zulässigen Temperaturbereich und zur Eignung für das jeweilige Füllgut sind deshalb zu beachten.
Warum bestimmte Temperaturbereiche wichtig sein können
Besonders wichtig kann ein Thermoschutz bei empfindlichen Gütern sein, die in der Lebensmittel- oder in der chemischen Industrie verarbeitet werden. Bestimmte Stoffgemische können sich bei abweichenden Temperaturen entmischen oder ihre Verarbeitungseigenschaften verändern. Öle werden bei niedrigeren Temperaturen beispielsweise zähflüssiger oder können abhängig von ihrer Zusammensetzung erstarren.
Auch bei gelagertem Wasser kann die Temperatur eine Rolle spielen. Höhere Temperaturen können in Verbindung mit Lichteinfall, Nährstoffen und vorhandenen Mikroorganismen das Algen- und Keimwachstum begünstigen. Ob eine chemische Wasserpflege erforderlich oder für den vorgesehenen Einsatzzweck zulässig ist, hängt von der Wasserqualität und der späteren Verwendung ab. Entsprechende Produkte dürfen nur gemäß ihrer Gebrauchsanweisung und für die ausgewiesene Anwendung eingesetzt werden.
Fazit – Schutzhauben für unterschiedliche Anforderungen
Eine IBC Schutzhaube kann dazu beitragen, den Lagerbehälter und sein Füllgut vor bestimmten äußeren Einflüssen abzuschirmen. Welche Haube geeignet ist, hängt davon ab, ob vor allem der Lichteinfall reduziert, die Abkühlung verlangsamt oder das Füllgut aktiv erwärmt werden soll. Eine lichtreduzierende Hülle kann die Bedingungen für Algen- und Biofilmwachstum beeinflussen, verhindert solche Veränderungen aber nicht unter allen Umständen. Ebenso verzögert eine passive Isolierung den Temperaturausgleich, ohne bei jeder Witterung einen vollständigen Frostschutz zu gewährleisten. Die Schutzwirkung richtet sich nach Material, Verarbeitung, korrektem Sitz und den Herstellerangaben. Regelmäßige Kontrollen und eine auf das Füllgut abgestimmte Lagerung bleiben deshalb weiterhin erforderlich.









