Gartenarbeit im August

Tomatenernste

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Die wichtigsten Aufgaben im Spätsommer

Im August kommt im Garten vieles zusammen: Die Ernte läuft auf Hochtouren, Hitze und Trockenheit fordern Ihre Pflanzen, und gleichzeitig stehen die letzten Termine für Aussaat und Pflanzung an, damit Ihre Beete auch im Herbst und Winter noch etwas liefern. Unser Gartenkalender zeigt Ihnen, welche Gartenarbeiten im August anstehen – von der Ernte über das Pflanzen und Säen bis zur Bewässerung, der Rasenpflege und den ersten Vorbereitungen für den Herbst.

Gartenarbeit im August – das hat jetzt Vorrang

Wenn für die Gartenarbeit wenig Zeit bleibt, hilft eine klare Reihenfolge. Diese fünf Gartenarbeiten haben im August Vorrang:

  1. Ernte sichern – reife Früchte laufend pflücken und Fallobst aufsammeln.
  2. Wasserversorgung prüfen – vor allem bei Aussaaten, Jungpflanzen, Hochbeeten und Kübeln.
  3. Freie Flächen nutzen – abgeerntete Beete neu bepflanzen, einsäen oder begrünen.
  4. Pflanzen kontrollieren – auf Braunfäule, Mehltau und faulende Früchte achten.
  5. Herbst vorbereiten – Pflanzungen planen, Boden vorbereiten, Kompost pflegen.

Obst und Gemüse im August ernten

Jetzt zahlt sich die Arbeit der vergangenen Monate aus, und die Ernte bestimmt einen großen Teil der Gartenarbeit. Welche Früchte reif sind, hängt stark von Sorte, Region und Witterung ab – eine starre Liste hilft deshalb nur bedingt. Typisch für den August sind Tomaten, Zucchini, Gurken, Bohnen, Auberginen, Paprika, Salate und mittelfrühe Kartoffeln. Beim Obst reifen je nach Sorte Frühäpfel, frühe Birnen, Pflaumen, Mirabellen, Pfirsiche und Aprikosen, dazu Brombeeren, Heidelbeeren und die letzten Sommerhimbeeren. So holen Sie mehr aus Ihrer Ernte heraus:

  • Pflücken Sie Zucchini jung, bei etwa 15 bis 20 cm Länge. Dann sind sie zart, und die Pflanze setzt laufend neue Früchte an.
  • Gehen Sie alle paar Tage durch die Bohnen, bevor die Kerne in den Hülsen dick und zäh werden.
  • Ernten Sie Tomaten vollreif und entfernen Sie aufgeplatzte oder fleckige Früchte gleich mit.
  • Holen Sie Kartoffeln aus der Erde, sobald das Laub abgestorben ist. Die Schale ist dann fest, und die Knollen lassen sich besser lagern.

An heißen Tagen ernten Sie am besten frühmorgens. Dann ist das Erntegut kühl und prall, Blattgemüse und Beeren bleiben länger frisch. Auch andere körperlich anstrengende Gartenarbeiten legen Sie bei Hitze besser in die kühlen Morgen- oder Abendstunden.

Fallobst regelmäßig aufsammeln

In den Wochen vor der Haupternte fallen bei Äpfeln, Birnen und Pflaumen vermehrt Früchte vorzeitig vom Baum. Häufig stecken Larven des Apfelwicklers darin, oder die Früchte sind von Fruchtfäule (Monilia) befallen. Das Aufsammeln gehört deshalb zu den regelmäßigen Gartenarbeiten der nächsten Wochen: Gehen Sie mehrmals pro Woche unter Ihren Obstbäumen durch – so verringern Sie das Risiko, dass sich Schädlinge und Fruchtfäule weiter ausbreiten, und locken weniger Wespen an. Gesunde Früchte verwerten Sie zeitnah. Stark faulende oder befallene Früchte gehören besser nicht auf den normalen Gartenkompost.

Reife Heidelbeeren werden vom Strauch geerntet

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Was kann man im August pflanzen?

Der Spätsommer zählt zu den wichtigsten Pflanzzeiten für die zweite Hälfte der Gartensaison. Dabei lohnt sich ein genauer Blick: Manche Kulturen setzen Sie als vorgezogene Jungpflanzen, andere säen Sie direkt ins Beet, Zwiebeln und Knollen werden gesteckt. Je weiter der Monat fortschreitet, desto kürzer werden die Tage – was Anfang August noch gut gelingt, kann vier Wochen später schon knapp werden. In kühleren Regionen und höheren Lagen planen Sie am besten ein bis zwei Wochen früher. Einige Kulturen, die Sie im Juli ausgesät oder vorgezogen haben, können jetzt ins Beet. Was im Vormonat ansteht, lesen Sie im Magazin-Beitrag Gartenarbeit im Juli.

Welches Gemüse kann man im August noch pflanzen?

Für eine Ernte im Herbst setzen Sie jetzt kräftige Jungpflanzen aus der Gärtnerei oder aus eigener Anzucht. Die folgende Übersicht zeigt, bis wann sich die Pflanzung lohnt:

Kultur Pflanzung im Monat Ernte
Brokkoli, Blumenkohl Monatsanfang ab ca. Oktober
Kohlrabi bis zur Monatsmitte ca. Oktober
Chinakohl, Pak Choi bis zur Monatsmitte September bis November
Endivie, Zuckerhut Anfang bis Mitte des Monats Oktober bis zu den ersten stärkeren Frösten
Knollenfenchel Monatsanfang ca. Oktober
Grünkohl spätestens zu Monatsbeginn nach den ersten Frösten bis in den Winter
Kopf- und Pflücksalat den ganzen Monat September bis Oktober
Feldsalat (Jungpflanzen) Monatsende Oktober bis ins Frühjahr

Für Rosenkohl, Rot- und Weißkohl zur Lagerung, Winterlauch und Knollensellerie ist eine Pflanzung im August dagegen meist zu spät. Diese Kulturen benötigen eine deutlich längere Entwicklungszeit. Auch Tomaten, Gurken oder Zucchini lohnen sich als Neupflanzung nicht mehr, da sie vor dem Herbst kaum noch Früchte ausbilden. Welche Sorten den Winter überstehen und wie Sie sie schützen, lesen Sie im Magazin-Beitrag „Welches Wintergemüse anbauen?“.

Brokkoli-Jungpflanze wird ins Gemüsebeet gesetzt

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Erdbeeren pflanzen – eine klassische Gartenarbeit im Spätsommer

Für Erdbeeren ist der Hoch- und Spätsommer die traditionelle Pflanzzeit, in warmen Lagen geht es auch noch Anfang September. Je früher die Jungpflanzen in der Erde sind, desto mehr Zeit bleibt ihnen bis zum Winter zum Einwurzeln. Das schafft gute Voraussetzungen für die Ernte im kommenden Jahr. Darauf kommt es an:

  • Wählen Sie einen sonnigen Platz mit lockerem, humosem Boden. Auf Flächen, auf denen bereits Erdbeeren standen, sollten Sie mehrere Jahre lang keine neuen Erdbeeren setzen.
  • Halten Sie in der Reihe einen Abstand von ca. 25 bis 30 cm ein, zwischen den Reihen rund 60 cm.
  • Setzen Sie die Erdbeeren so, dass das Herz – der Triebansatz in der Mitte – über der Erde bleibt. Zu tief gesetzt fault es leicht, zu hoch gesetzt trocknen die Wurzeln aus.
  • Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, bis sie angewachsen sind. Eine dünne Mulchschicht hält die Erde kühl.

Haben Sie bereits Erdbeeren im Garten, können Sie kräftige Ausläufer jetzt abtrennen und als eigene Jungpflanzen verwenden. Heidelbeeren aus dem Container lassen sich grundsätzlich ebenfalls jetzt setzen, Hitze erschwert jedoch das Anwachsen – Herbst oder Frühjahr sind meist günstiger. Wichtiger als der Zeitpunkt ist bei Heidelbeeren ohnehin der Boden: Kulturheidelbeeren brauchen sauren, humosen Boden mit einem pH-Wert von etwa 4 bis 5. In kalkhaltiger Gartenerde wachsen sie meist nur schlecht.

Welche Blumen kann man im August pflanzen?

Stauden aus dem Topf (Containerware) können Sie grundsätzlich über die ganze Saison setzen. In Hitzeperioden haben es frisch gepflanzte Stauden allerdings schwer: Sie verdunsten viel Wasser, bevor ihre Wurzeln den umgebenden Boden erschließen. Pflanzen Sie deshalb lieber an bedeckten Tagen oder gegen Monatsende, wenn die Nächte kühler werden, und gießen Sie in den ersten Wochen regelmäßig. Für eine Pflanzung im August kommen beispielsweise infrage:

  • Spätsommer- und Herbstblüher aus dem Topf wie Herbstastern, Herbstanemonen, Sonnenhut, Fetthenne und Chrysanthemen.
  • Zweijährige wie Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Goldlack und Bartnelken, die Sie ab den letzten Augusttagen als Jungpflanzen setzen. Sie blühen im kommenden Frühjahr und Frühsommer.
  • Die Madonnenlilie: Anders als andere Lilien gehört sie bereits im August in die Erde – und zwar sehr flach, nur rund 3 cm tief. Ihre erste Blüte zeigt sie im Folgejahr.
  • Herbstblühende Zwiebelpflanzen wie Herbstkrokus und Herbstzeitlose. Sie stecken Sie jetzt, und sie blühen noch im selben Herbst. Beachten Sie, dass die Herbstzeitlose giftig ist.
Erdbeerpflanze wird im August in lockere Gartenerde gesetzt

KI-generiertes Bild

Was kann man im August noch säen?

Für viele Herbst- und Wintergemüse beginnt jetzt die letzte günstige Aussaatzeit. Weil die Tage spürbar kürzer werden, machen ein oder zwei Wochen beim späteren Erntetermin viel aus – planen Sie die Aussaat deshalb in Etappen. Ergänzend zu den Jungpflanzen aus dem vorigen Abschnitt säen Sie jetzt direkt ins Beet:

  • Anfang August: Winterrettich, Herbst- und Teltower Rübchen, Chinakohl, Dill und Mangold. Mangold aus der Augustaussaat liefert im Herbst junge Blätter und treibt nach einem geschützten Winter im Frühjahr erneut aus.
  • Mitte August: Spinat in Herbst- und Wintersorten, Winterzwiebeln (überwinternde Sorten der Speisezwiebel für die Ernte im Frühsommer), Rucola und Asiasalate.
  • Ende August: Feldsalat, Winterportulak und eine weitere Reihe Spinat.
  • Den ganzen Monat: Radieschen und Pflücksalate – säen Sie lieber alle zwei bis drei Wochen kleine Mengen, dann ernten Sie fortlaufend statt alles auf einmal.

Steckzwiebeln für die Überwinterung und Knoblauch kommen dagegen erst ab September in die Erde.

So gelingt die Aussaat bei Hitze

Spinat und Feldsalat keimen am besten bei Bodentemperaturen zwischen etwa 10 und 20 °C. Liegen die Temperaturen deutlich darüber, keimen die Samen nur zögerlich – bei Spinat stockt die Keimung oberhalb von rund 25 °C weitgehend. In heißen Wochen helfen Ihnen deshalb ein paar einfache Handgriffe:

  • Wässern Sie das Saatbett am Vortag durchdringend, damit der Boden auch in der Tiefe feucht ist.
  • Drücken Sie die Saatrillen nach dem Säen leicht an und halten Sie sie gleichmäßig feucht. In der Keimphase dürfen die Samen nicht austrocknen.
  • Legen Sie bei starker Sonne ein Schattiernetz oder Vlies auf – das senkt die Temperatur an der Bodenoberfläche.
  • Achten Sie auf die Sorte: Für die Spätsommeraussaat gibt es Herbst- und Wintersorten, die weniger schnell schießen und Kälte besser vertragen.
  • Vergleichen Sie die Kulturzeit auf der Saatgutpackung mit dem gewünschten Erntefenster. Je länger eine Kultur bis zur Ernte braucht, desto früher sollte sie gesät werden.

Garten im August richtig bewässern

Unter allen Gartenarbeiten im Hochsommer kostet das Gießen oft die meiste Zeit – und bewirkt am meisten. Gießen Sie am besten frühmorgens: Der Boden ist abgekühlt, es verdunstet wenig Wasser, und die Blätter trocknen im Lauf des Vormittags ab. Abends gießen funktioniert ebenfalls, solange Sie das Laub nicht unnötig benetzen, denn über Nacht nasse Blätter begünstigen Pilzkrankheiten. Mittags ist das Gießen dagegen ungünstig, weil bei Hitze viel Wasser ungenutzt verdunstet.

Ob Sie wirklich gießen müssen, verrät Ihnen die Fingerprobe: Fühlen Sie einige Zentimeter tief in den Boden. Ist der Boden dort noch feucht, können Sie warten – auch wenn die Oberfläche trocken aussieht. Eingewachsene Pflanzen versorgen Sie besser seltener, dafür durchdringend – so wird der Boden auch in der Tiefe feucht, und die Wurzeln wachsen nach unten. Als grobe Orientierung können bei trockener Witterung etwa 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter und Gießgang nötig sein. Bodenart, Kulturen und Niederschläge entscheiden jedoch über die tatsächliche Menge. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh hält die Feuchtigkeit anschließend länger im Boden und bremst nebenbei das Unkraut. Weitere Tipps für extreme Tage finden Sie im Magazin-Beitrag Garten gießen und bewässern bei großer Hitze.

Nicht alle Pflanzen brauchen gleich viel Wasser

  • Aussaaten und Keimlinge: Kontrollieren Sie Saatreihen täglich und befeuchten Sie sie bei Bedarf mit einer feinen Brause, bis die Pflänzchen sicher aufgelaufen sind.
  • Frisch gesetzte Jungpflanzen: In den ersten zwei bis drei Wochen häufiger gießen, denn ihre Wurzeln reichen noch nicht in tiefere, feuchtere Bodenschichten.
  • Eingewachsene Beetpflanzen: seltener, aber durchdringend gießen.
  • Hochbeete: Die erhöhte, locker aufgebaute Füllung trocknet schneller aus als gewachsener Gartenboden. Prüfen Sie Ihr Hochbeet im Sommer deshalb häufiger, an heißen Tagen am besten täglich.
  • Kübelpflanzen: Das kleine Erdvolumen ist schnell ausgetrocknet. An heißen Tagen kann Gießen morgens und abends nötig sein – Staunässe im Untersetzer sollten Sie trotzdem vermeiden.
  • Rasen: Hier gelten eigene Regeln, mehr dazu im Abschnitt zur Rasenpflege.

Tröpfchenbewässerung richtig einsetzen

Eine Tröpfchenbewässerung gibt das Wasser langsam und direkt an den Wurzeln ab. Blätter und Wege bleiben trocken, und die Verdunstungsverluste sind deutlich geringer als bei einer flächigen Beregnung – ein klarer Vorteil bei Tomaten, Gurken und frisch gesetzten Kulturen. Richtig eingerichtet nimmt Ihnen das System einen großen Teil der Gartenarbeit ab:

  • Positionieren Sie Tropfer oder Tropfrohr nah an den Pflanzen, bei Jungpflanzen direkt am Wurzelballen.
  • Passen Sie die Laufzeit an Boden und Wetter an: Sandböden brauchen häufigere, kürzere Gaben, Lehmböden seltenere, längere.
  • Prüfen Sie ab und zu mit dem Spaten, wie tief die Feuchtigkeit reicht.
  • Kontrollieren Sie die Tropfer regelmäßig auf Verstopfungen durch Kalk oder Schmutz.

Regenwasser sammeln und den Vorrat einteilen

Regenwasser ist kalkarm, für die meisten Pflanzen gut verträglich und kostet nichts. Sommergewitter bringen oft in kurzer Zeit große Mengen – mit einem IBC-Container oder einer Regentonne legen Sie sich davon einen Vorrat für trockene Wochen an. Mit ein paar Handgriffen wird Ihr Speicher alltagstauglich:

  • Decken Sie den Behälter ab, damit Laub und Insekten nicht hineingelangen. Ein lichtgeschützter Standort hemmt zusätzlich das Algenwachstum.
  • Prüfen Sie den Überlauf, damit das Wasser bei Starkregen kontrolliert abfließt.
  • Stimmen Sie Entnahme und Bewässerung aufeinander ab: Für Tropfsysteme oder lange Schläuche reicht der Druck aus dem Behälter allein oft nicht aus. Dann hilft eine Pumpe.
  • Behalten Sie in längeren Trockenphasen den Füllstand im Blick und versorgen Sie zuerst Aussaaten, Jungpflanzen und Kübel.

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Bewässerung in der Urlaubszeit

Viele Gärtnerinnen und Gärtner verreisen in den Sommerferien. Damit Ihr Garten die Abwesenheit gut übersteht, bereiten Sie die Bewässerung vor der Abreise vor: Ein Tropfsystem mit Steuergerät übernimmt das Gießen zuverlässig nach Zeitplan. Stellen Sie Kübelpflanzen dicht zusammen an einen halbschattigen Platz, gießen Sie alles noch einmal durchdringend und erneuern Sie die Mulchschicht. Bei längeren Reisen ist eine Absprache mit den Nachbarn eine gute Ergänzung. Welche Lösungen sich bewährt haben, zeigt Ihnen der Magazin-Beitrag Die richtige Urlaubsbewässerung.

Pflanzen im August auf Krankheiten kontrollieren

Warme Tage, feuchte Nächte und Tau am Morgen – im Spätsommer finden Pilzkrankheiten gute Bedingungen. Kontrollieren Sie Ihre Beete im August deshalb etwa einmal pro Woche. So erkennen Sie erste Krankheitszeichen, bevor sich ein Befall stark ausbreitet:

  • Kraut- und Braunfäule an Tomaten: Typisch sind braune Flecken auf den Blättern und dunkle, eingesunkene Stellen an den Früchten. Entfernen Sie befallene Blätter sofort und entsorgen Sie sie über den Hausmüll, nicht auf dem Kompost. Ein Regendach hält das Laub trocken.
  • Echter Mehltau an Zucchini, Gurken, Kürbis, Phlox oder Rosen: Er zeigt sich als weißer, abwischbarer Belag auf den Blattoberseiten und breitet sich gerade bei warmer, trockener Witterung aus. Schneiden Sie stark befallene Blätter heraus und sorgen Sie für Luft zwischen den Pflanzen.
  • Faulende Früchte: Angefaulte Zucchini, Gurken oder Erdbeeren entfernen Sie gleich, damit die Fäulnis nicht auf gesunde Früchte übergreift.
  • Dichte Bestände: Wo Pflanzen eng stehen, trocknen Blätter nach Regen oder Tau nur langsam ab. Etwas Auslichten bringt Luft in den Bestand.

Tomaten im Spätsommer richtig pflegen

Ausgeizen lohnt sich vor allem bei Stabtomaten, die an einem Haupttrieb gezogen werden: Entfernen Sie die Seitentriebe in den Blattachseln, solange sie noch klein sind. Buschtomaten lassen Sie dagegen in der Regel mehrtriebig wachsen. Außerdem gehören jetzt diese Gartenarbeiten dazu:

  • Untere, vergilbte oder kranke Blätter entfernen – das verbessert die Durchlüftung und verringert Infektionen durch Spritzwasser.
  • Fruchtstände kontrollieren und schwere Triebe bei Bedarf zusätzlich anbinden.
  • Gleichmäßig am Boden gießen. Starke Schwankungen zwischen trocken und nass lassen die Früchte aufplatzen.
  • Gegen Ende der Saison die Triebspitzen einkürzen – je nach Region und Witterung. Aus sehr spät gebildeten Blüten entstehen häufig keine vollständig reifen Früchte mehr, die vorhandenen Früchte profitieren dagegen.
Seitentrieb einer Tomatenpflanze wird ausgegeizt

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Gartenarbeit mit der Schere – gezielter Rückschnitt

Für Beerensträucher, Lavendel, Obstbäume und Hecken ist jetzt ein guter Zeitpunkt für Pflege- und Sommerschnitte:

  • Sommerhimbeeren: Schneiden Sie die abgetragenen Ruten direkt nach der Ernte bodennah ab. Lassen Sie etwa zehn bis zwölf kräftige Jungruten pro laufendem Meter stehen – sie tragen im nächsten Jahr. Herbsthimbeeren schneiden Sie dagegen erst nach ihrer Ernte im Spätherbst oder Winter.
  • Lavendel: Kürzen Sie die Triebe nach der Blüte um etwa ein Drittel ein, ohne ins alte, unbelaubte Holz zu schneiden. So bleibt die Pflanze kompakt und treibt vor dem Winter noch einmal aus.
  • Obstbäume: Ein Sommerschnitt bremst das Triebwachstum und bringt mehr Licht an die Früchte. Entfernen Sie steil nach oben wachsende Wasserschosse und stützen Sie Äste, die unter der Fruchtlast stark durchhängen. Süßkirschen schneiden Sie am besten direkt nach der Ernte.
  • Hecken: Ein leichter Formschnitt nimmt den frischen Zuwachs weg und hält Hecken aus Liguster, Hainbuche und anderen schnittverträglichen Gehölzen in Form. Prüfen Sie vorher sorgfältig, ob noch Vögel in der Hecke brüten.
Gut zu wissen: Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) sind radikale Rückschnitte oder das „Auf-den-Stock-Setzen“ von Hecken und Gehölzen nur von Oktober bis Februar erlaubt. Von März bis September sind lediglich schonende Form- und Pflegeschnitte zulässig – und auch diese nur, wenn dabei keine brütenden Vögel gestört werden.

Verblühtes ausputzen – oder bewusst stehen lassen

Das Ausputzen verwelkter Blüten gehört zu den klassischen Gartenarbeiten im Sommer – ob es sich lohnt, hängt jedoch von der Pflanze ab. Bei Dauerblühern wie öfterblühenden Rosen, Dahlien, Zinnien, Ringelblumen oder Schmuckkörbchen verhindert regelmäßiges Ausputzen die Samenbildung und kann eine weitere Blütenbildung fördern. Schneiden Sie Verblühtes je nach Art mit der Schere ab oder zupfen Sie es aus.

Andere Stauden dürfen ihre Samenstände ruhig behalten. Sonnenhut, Fetthenne, Karde oder Ziergräser sehen auch verblüht dekorativ aus, bieten Vögeln im Herbst Futter und geben Ihrem Beet im Winter Struktur. Entfernen Sie hier nur, was sich unerwünscht im Garten aussäen würde.

Bei vielen überwinternden Kübelpflanzen endet die regelmäßige Düngung im Laufe des Augusts, damit die Triebe ausreifen und die Pflanzen gut durch den Winter kommen. Leiden Kübelpflanzen sichtbar unter der Hitze, stellen Sie sie vorübergehend in den Halbschatten – viele erholen sich davon rasch.

Verwelkte Blüten an Sommerblumen mit Schere abschneiden

Rasenpflege im August

Hitze, Trockenheit und viel Betrieb im Garten setzen dem Rasen im Hochsommer zu. Jetzt kommt es vor allem auf eine angepasste Schnitthöhe und die richtige Wasserversorgung an.

Mähen Sie nach Wachstum, nicht nach Kalender. Bei Trockenheit wächst Rasen kaum – dann vergrößern Sie den Abstand zwischen den Mähgängen oder legen eine Pause ein. Lassen Sie die Halme in heißen Phasen etwas länger stehen, etwa 4 bis 5 cm oder etwas mehr: Sie beschatten den Boden und schützen die Graswurzeln vor dem Austrocknen. Als Faustregel gilt die Drittelregel – kürzen Sie pro Mähgang höchstens ein Drittel der Halmlänge.

Wenn Sie den Rasen wässern, dann selten und durchdringend: Rund 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter am frühen Morgen bringen mehr als tägliches kurzes Sprengen. Färbt sich die Fläche trotzdem strohig, ist das meist eine Sommerruhe. Die Gräser stellen ihr Wachstum ein und treiben nach den ersten ergiebigen Regenfällen wieder aus. Was Sie tun können, wenn Flächen dauerhaft geschädigt sind, erklärt der Magazin-Beitrag Verbrannter Rasen – was tun?

Eine kaliumbetonte Düngung kann den Rasen gegen Ende des Sommers widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Krankheiten machen. Ob sie nötig ist, hängt vom Zustand der Fläche, der letzten Düngung und dem Wetter ab. Bei anhaltender Trockenheit verzichten Sie besser darauf: Ohne Wasser können die Gräser die Nährstoffe nicht aufnehmen, und mineralische Dünger können die Halme sogar verbrennen. Stickstoffbetonte Dünger brauchen Sie jetzt nicht mehr, sie treiben vor allem das Längenwachstum an.

Vertikutieren und Nachsäen sind Gartenarbeiten für kühlere Tage: Sie passen erst, wenn die Hitze nachlässt und der Rasen wieder aktiv wächst – je nach Witterung Ende August, häufiger im September. Bei Hitze und Trockenheit verschieben Sie beides. Säen Sie nur nach, wenn Sie die Fläche danach zuverlässig feucht halten können.

Rasenfläche wird mit dem Vertikutierer bearbeitet

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Tipp: Wässern Sie vertikutierte Flächen anschließend gründlich. Größere Lücken können Sie direkt nachsäen, sofern Sie die Saat bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten können.

Beete nach der Ernte für Herbst und Winter vorbereiten

Sind Frühkartoffeln, Erbsen, Bohnen oder frühe Salate abgeerntet, werden Flächen für Nachkulturen frei. Lassen Sie diese nicht brachliegen: Offener Boden trocknet aus, verschlämmt bei Starkregen und wird schnell von Unkraut erobert. Nutzen Sie die Lücken lieber für Nachkulturen aus den Abschnitten zum Pflanzen und Säen oder für eine Gründüngung.

Boden pflegen, ohne ihn zu stören

  • Brechen Sie verkrustete Oberflächen nach Regen oder Gießen flach auf, damit Wasser wieder gut einsickern kann.
  • Entfernen Sie junge Unkräuter, solange sie klein sind und noch keine Samen gebildet haben.
  • Halten Sie den Boden zwischen den Kulturen bedeckt und erneuern Sie die Mulchschicht bei Bedarf.
  • Ergänzen Sie stark abgesackte Hochbeete bei Bedarf mit Pflanzerde oder einer Mischung aus Erde und reifem Kompost und setzen Sie direkt Nachkulturen wie Feldsalat, Spinat oder Asiasalate.

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Gründüngung säen

Flächen, die bis zum Frühjahr frei bleiben, begrünen Sie am besten mit einer Gründüngung. Sie lockert den Boden mit ihren Wurzeln, bindet Nährstoffe über den Winter und schützt vor Erosion. Phacelia eignet sich für viele Gemüsebeete, weil sie mit den üblichen Gemüsekulturen nicht näher verwandt ist. Gelbsenf und Ölrettich gehören dagegen wie Kohl, Radieschen und Rettich zu den Kreuzblütlern und müssen deshalb in der Fruchtfolge mit diesen Kulturen berücksichtigt werden. Auf Flächen, die mit Kohlhernie belastet sind, sind sie ungeeignet. Eine Übersicht geeigneter Arten mit Aussaatzeiten bietet Ihnen der Magazin-Beitrag Gründüngung im Garten.

Kompost pflegen

Auch der Kompost gehört im Spätsommer zur regelmäßigen Gartenarbeit:

  • Feuchten Sie ausgetrockneten Kompost leicht an – er sollte sich anfühlen wie ein ausgedrückter Schwamm.
  • Mischen Sie sehr nasses Material mit trockenem, strukturreichem Material wie Häckselgut.
  • Kombinieren Sie grobes und feines Material, damit Luft in den Haufen kommt.
  • Verwenden Sie reifen Kompost gezielt: Starkzehrer wie Kohl erhalten mehr, Kräuter und Schwachzehrer deutlich weniger.

Den Herbst im Garten vorbereiten

Gegen Ende des Monats beginnt der Übergang in den Herbst – und damit verschieben sich auch die Gartenarbeiten. Einige erledigen Sie schon jetzt, andere bereiten Sie vor:

  • Jetzt erledigen: Madonnenlilien und Herbstkrokusse stecken, Erdbeeren pflanzen und freie Flächen einsäen oder begrünen.
  • Zum Monatsende bei milder Witterung: Früh- und sommerblühende Stauden teilen und neu pflanzen. Ist es noch heiß und trocken, verschieben Sie die Teilung in den September.
  • Jetzt planen: Für Frühblüher wie Tulpen, Narzissen, Krokusse und Schneeglöckchen legen Sie die Pflanzflächen fest, lockern den Boden und wählen die Zwiebeln aus. Gesteckt werden sie je nach Art ab September bis in den Spätherbst.
  • Notizen machen: Was hat in diesem Jahr gut funktioniert, wo fehlten Wasser oder Platz? Solche Beobachtungen erleichtern Ihnen die Planung der Gartenarbeiten im nächsten Jahr.

Wie es im nächsten Monat weitergeht, lesen Sie im Magazin-Beitrag Die wichtigsten Gartenarbeiten im September.

Blumenzwiebeln werden ins Beet gesteckt

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Gartenarbeit mit Plan – gut vorbereitet in den Herbst

Bei der Gartenarbeit im August entscheidet vor allem die Reihenfolge: Bei Hitze haben Wasserversorgung und Ernte Vorrang. Danach nutzen Sie freie Beete für Nachkulturen, kontrollieren Ihre Pflanzen und bereiten die ersten Flächen auf den Herbst vor. Viele weitere Gartenarbeiten können warten, bis die Temperaturen wieder sinken.