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Kraftstofftanks aus Kunststoff

« Worin Öl, Benzin, Diesel und Co. lagern? »

Kraftstoffe wie Benzin, Diesel oder Öl spielen in unserem Leben eine zentrale Rolle, ohne sie läuft kaum etwas. Da drängt sich natürlich schnell die Frage auf, inwieweit man so einen Kraftstoff lagern kann. Die Wahl fällt dabei zwangsläufig auf einen Kraftstofftank aus Kunststoff. Welche Möglichkeiten es grundsätzlich gibt, was man dabei beachten muss und wo die Grenzen der Kraftstofflagerung liegen, erfahren Sie hier.

Wir leben in einer mobilen Welt

Mobilität ist längst zu einem entscheidenden Faktor des modernen Lebens geworden. Wenn wir nicht mobil sind, fällt es schwer, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Dabei spielen Kraftstoffe natürlich eine ganz entscheidende Rolle. Allen Diskussionen um die E-Mobilität zum Trotz sind sie nach wie vor das Antriebsmittel Nummer eins für Fahrzeuge. Da kann man natürlich leicht auf die Idee kommen, den Kraftstoff seiner Wahl auf Vorrat einzulagern. Gerade wenn Benzin oder Diesel an der Zapfsäule ausnahmsweise mal etwas günstiger sind, bietet sich das an. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten. Im privaten Umfeld sind dem Lagern von Kraftstoffen nämlich enge Grenzen gesetzt. Außerdem braucht es vor allem für größere Mengen zwingenden einen passenden Kraftstofftank. An den wiederum werden hohe Anforderungen gestellt. Nicht jeder Tank aus Kunststoff eignet sich für das Vorhaben. Höchste Zeit also, sich mal etwas näher mit der Thematik zu beschäftigen und dabei auch die professionelle Lagerung von Kraftstoffen in den Blick zu nehmen.

Tank an einer Hauswand
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Auf was es bei Kraftstofftanks wirklich ankommt

Kraftstoffe wie Benzin, Diesel oder Öl sind grundsätzlich gefährliche Stoffe. Sie können einen enormen Schaden anrichten. Immer droht Brand- oder gar Explosionsgefahr. Es versteht sich folglich von selbst, dass Tanks, in denen sie gelagert werden, hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen. Mittlerweile ist ein Kraftstofftank aus Kunststoff zum Behältnis der Wahl geworden. Der Grund dafür ist einfach: Er ist deutlicher leichter und damit auch billiger, als ein Tank aus Metall. In Sachen Robustheit und Widerstandsfähigkeit lassen moderne Kunststoffe wie etwa das High Density Polyethylen (HDPE) keine Wünsche offen. Das Material lässt sich zudem weitgehend nahtlos in jede gewünschte Form bringen. Kurzum: Kunststofftanks erfüllen genau jene hohen Anforderungen an die Sicherheit, die zwingend erfüllt werden müssen. Doch worauf kommt es dabei eigentlich genau an? Zunächst einmal muss ein Kraftstofftank absolut dich sein und auch dauerhaft dicht bleiben. Folglich muss er ein hohes Maß an Stabilität aufweisen. Gleichzeitig sollte er möglichst sicher und unkompliziert befüllt und entleert werden können. Gerade die Befüllung des Tanks und die Entnahme einer bestimmten Menge an Benzin, Dieser oder Öl stellt nämlich häufig eine große Gefahrenquelle dar. Er muss zudem vor Verformungen geschützt sein, da sich Treibstoffe grundsätzlich ausdehnen können und Dämpfe freisetzen. Ein Kraftstofftank aus Kunststoff, der explizit auch für die Lagerung von Benzin, Diesel oder Öl eingesetzt werden darf, erfüllt diese Bedingungen zwangsläufig.

Robust, sicher und gut verschließbar
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Brennstoffe lagern: Nicht alles ist gesetzlich erlaubt

Der Lagerung von Kraftstoffen im privaten Bereich setzt der Gesetzgeber enge Grenzen – und zwar ganz unabhängig von der Art des Kraftstofftanks. So dürfen beispielsweise maximal 200 Liter Diesel und höchsten 20 Liter Benzin gelagert werden. Im Keller eines Gebäudes beträgt die Obergrenze aller gelagerten Kraftstoffe grundsätzlich 20 Liter. Und in Dachräumen, Durchfahrten oder Treppenhäusern ist die Lagerung allgemein verboten. Anders sieht es natürlich im professionellen Bereich aus. Eine Autowerkstatt darf beispielsweise deutlich größer Mengen vorhalten. Allerdings muss dafür ein separierter und besonders geschützter Lagerraum genutzt werden. Häufig kommen dabei Industrietanks aus Kunststoff zum Einsatz, die durch Stahlbandagen vor einer ungewollten Verformung des Tanks besonders geschützt werden. Übrigens gilt auch AdBlue als potenziell gefährlicher Stoff. Auch er muss in einem speziellen Lagerbehälter vorgehalten werden. Geeignete Industrietanks mit einem Fassungsvermögen von bis zu 5 000 Litern stehen dafür zur Verfügung. Das Material, aus dem so eine AdBlue-Tank gefertigt wird, ist selbstverständlich wiederum HDPE.

                  Lagertank (Bandagen) mit Einlauf/Auslaufstutzen & Domöffnung              Lagertank (ohne Bandagen) mit Einlaufstutzen

IBC Container als Lagerbehälter für Kraftstoffe

Ein Intermediate Bulk Container eignet sich grundsätzlich auch für die Lagerung und den Transport von Kraftstoffen. Er ist nahezu perfekt für kleinere und mittlere Mengen. IBCs mit einem Fassungsvermögen von 600 oder 1000 Litern finden dabei häufig in kleineren Werkstätten oder Gewerbebetrieben Verwendung. Um darin dauerhaft einen Kraftstoff lagern zu dürfen, muss ein Container allerdings ebenfalls in einem abgetrennten Bereich untergebracht werden. Empfehlenswert ist dabei stets die Kombination eines IBCs mit einer Auffangwanne und einem Gestell. Das sorgt einerseits für noch mehr Sicherheit und garantiert andererseits, dass sich der Kraftstoff über den Auslaufhahn des Containers problemlos entnehmen lässt. Wer bei sich in der Garage die maximal erlaubten 200 Liter Diesel lagern möchte, ist mit einem IBC ebenfalls gut bedient. Dafür sollte ein Fassungsvermögen von 600 Litern gewählt werden. Auf diese Weise können sich Dämpfe ungehindert im Tank ausbreiten. Dennoch ist es von großer Bedeutung, die Tankblase regelmäßig bei geöffnetem Garagentor gründlich zu entlüften. Dazu wird einfach der Verschlussdeckel auf der Einfüllöffnung an der Oberseite des Tanks entfernt. Dämpfe können dann ungehindert ins Freie abziehen.

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Kraftstofftanks regelmäßig überprüfen

Ein Kraftstofftank aus Kunststoff ist ein überaus sicherer Lagerbehälter. Das bedeutet allerdings nicht, dass er ewig hält und es nicht zu Beschädigungen kommen kann. Man tut deshalb gut daran, ihn regelmäßig auf Dichtheit zu überprüfen. Dabei sollte vor allem die Auslauf- bzw. Entnahmevorrichtung gecheckt werden. Erfahrungsgemäß handelt es sich dabei um mechanische Bauteile, die relativ leicht verschleißen können. Wie gesagt: Kraftstoffe sind immer gefährlich. Die Sicherheit muss oberstes Gebot sein.