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Lagerguterwärmung mit IBC Heizungen

«Heizmantel und Heizmatte zur Flüssigkeitserwärmung»

Was nützt ein hoch funktionaler Intermediate Bulk Container, wenn die darin gelagerte Flüssigkeit immer zäher wird? Tatsächlich sorgen niedrige Temperaturen häufig dafür, dass sich die Fließfähigkeit eines flüssigen Stoffes erheblich verändert. Um diese unerwünschte Veränderung in einem IBC zuverlässig zu verhindern, nutzt man am besten einen Heizmantel oder eine Heizmatte. Welche wichtige Rolle dieses Containerzubehör spielt und auf was es dabei ankommt, können Sie hier nachlesen.

Wer braucht eine Heizung?

Wer einen IBC Container lediglich im Sommer als Wassertank für die Gartenbewässerung nutzt, kann auf eine Containerheizung in der Regel verzichten – den Tankinhalt im Spätherbst kann er mit einer Thermohaube vor den ersten Nachtfrösten schützen. Wasser verändert seine Fließfähigkeit bei fallenden Temperaturen nur sehr langsam. Es gefriert einfach ab einem bestimmten Zeitpunkt.

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Bei anderen Flüssigkeiten sieht das hingegen komplett anders aus. Egal, ob Lacke, Flüssigwachs, Glukose oder Tomatenmark, um hier nur ein paar Beispiele zu nennen: Bei zu niedrigen Temperaturen werden sie relativ schnell sehr zähflüssig. Klar, dass das für die Industrie und das Gewerbe zum Problem werden kann. Bei der Verarbeitung flüssiger Stoffe ist man häufig auf eine optimale Fließfähigkeit angewiesen. Ist diese nicht gegeben, sind ganz Produktionsabläufe sehr schnell gestört oder die Qualität von Endprodukten entspricht nicht den Anforderungen.

Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie die Lebensmittelindustrie sind deshalb sehr darauf bedacht, ihre flüssigen Ausgangsstoffe durchgehen bei einer bestimmten Temperatur zu lagern. Sie nutzen dafür meistens eine sogenannte IBC Heizung, die den Container-Inhalt konstant erwärmt.

Welche Bedeutung die Viskosität hat

Das Zauberwort bei der industriellen Verarbeitung von flüssigen Ausgangsstoffen heißt Viskosität. Damit ist die Zähflüssigkeit bzw. die Zähigkeit von Flüssigkeiten gemeint. Als allgemeine Regel gilt: Umso höher die Viskosität eines flüssigen Stoffes ist, desto zäher fließt er. Die Viskosität steht dabei immer in Abhängigkeit zur Temperatur des Stoffes. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die Viskosität steigt, wenn die Temperatur sinkt. Das kann bis hin zur Verfestigung des Stoffes gehen.

Gemessen wird die Viskosität in Millipascalsekunden, die mit mPas abgekürzt werden. Um es noch etwas konkreter zu machen: Bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius hat Wasser eine Viskosität von rund 1,0087 mPas und ist damit extrem fließfähig. Im Gegensatz dazu weist Honig bei dieser Temperatur eine Viskosität von 10 000 mPas auf und Teer von 100 000 mPas.

Honig
© runique / Fotolia.com

Honig ist bei 20 Grad Celsius schon relativ zäh, der Teer nachgerade in einem festen bzw. derart extrem zähen Zustand, dass er nicht verarbeitet werden könnte. Er muss deshalb zwingend erwärmt werden, während der Honig durchaus auch ohne Wärmezufuhr aufs Brot gestrichen werden könnte. Anders sieht es hingegen aus, würde der Honig in der Lebensmittelindustrie maschinell verarbeitet – zum Beispiel in einer Teigrührmaschine in der Keksfertigung. Um die Mechanik der Maschine nicht zu beschädigen, wird man den Honig erwärmen und ihn damit auch fließfähiger machen. Die Erwärmung erfolgt dabei stets mittels einer Heizung bzw. eines Heizsystems.

Der Honig ist dabei nur ein Beispiel. Wann immer flüssige Stoffe maschinell weiter verarbeitet werden, müssen sie eine gewisse Fließfähigkeit aufweisen, die nicht unterschritten werden darf.

Heizmantel und Heizdecke: Die perfekte Heizung für den IBC

Ihrer vielen Vorteile wegen sind IBC Container heute so etwas wie das Standardlagergefäß für Flüssigkeiten. Es gibt kaum einen flüssigen Stoff, der nicht in einem Container gelagert werden könnte. Um sich unnötige Arbeit und damit auch Zeit zu sparen, macht es natürlich Sinn, die gelagerten Stoffe immer auf jener Temperatur zu halten, bei der sie die gewünschte Fließfähigkeit haben. Es bedarf folglich einer Heizung bzw. einer IBC Heizung. Und genau da kommt das Prinzip Heizdecke ins Spiel.

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Eine Heizmatte oder ein Heizmantel, die typischerweise als Containerheizung genutzt werden, funktionieren nämlich ganz ähnlich wie Omas gute alte Heizdecke. Der Heizmantel wird dabei komplett über den Container gestülpt und wärmt ihn bzw. seinen Inhalt dann von oben und von den vier Seiten. Die Heizmatte hingegen wird auf den Container gelegt und wärmt ihn dann nur von oben. Beide Varianten der Containerheizung benötigen natürlich Strom, um heizen zu können.

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Es versteht sich beinahe von selbst, dass bei einem Heizmantel als IBC Heizung die Erwärmung viel gleichmäßiger erfolgt als bei einer Heizmatte. Der Mantel ist damit auch deutlich effektiver. Heizmäntel als Containerheizung lassen sich zudem in der Regel regulieren. Das bedeutet, man kann die gewünschte Temperatur über ein Thermostat konkret einstellen. Damit lassen sie sich auch für verschiedene Flüssigkeiten mit unterschiedlichen Viskositäten verwenden. Im Vergleich dazu sind die meisten Heizmatten nicht mit einem regelbaren Thermostat ausgestattet.

Warum überhaupt eine eigene Containerheizung?

Die Umgebungstemperatur beeinflusst maßgeblich die Temperatur der in IBCs gelagerten Flüssigkeiten und damit auch deren Fließfähigkeit. Da könnte man natürlich auf die Idee kommen, die Heizung im Lagerraum hochzudrehen, um sich eine gesonderte IBC Heizung zu sparen. In der Theorie mag sich das gut anhören. In der Praxis jedoch lässt sich das kaum ökonomisch bewerkstelligen. Eine typische Öl- oder Gas-Heizung, die für Lagerräume genutzt werden kann, wird in der Regel nie die Temperaturen erreichen können, die für bestimmte Stoffe benötigt werden. Da sie außerdem einen ganzen Raum zu erwärmen hat, benötigt sie viel mehr Energie als etwa eine punktgenau arbeitende IBC Heizung. Darüber hinaus wird man ja auch pro Produktionstag immer nur eine bestimmte Menge eines Stoffes benötigen. Es reicht dann auch, diese Menge rechtzeitig auf Temperatur zu bringen.

Außerdem ist es meistens so, dass in der einer Lagerhalle oder einem Lagerraum viele weitere Stoffe gelagert werden, die unter zu hohen Temperaturen leiden könnten. Man kann es deshalb drehen und wenden wie man will: An einer Containerheizung kommt man in der Regel nicht vorbei.